Ja, die gab es auch in Fellbach am 2. Oktober 2026 und zwar in der Volkshochschule am Bahnhof. Weltladen-Aktivist Winfried Bauer, der die Aktion für Demokratie, Vielfalt und Gerechtigkeit ins Leben gerufen hat, bastelte ein buntes Programm zusammen an dem Abend, das in den drei Stunden nie langweilig war. Die Leiterin der Volkshochschule Unteres Remstal, eine ehemalige Genossin, Doktorin Stefanie Köhler, kam zum Grußwort. Für das Rathaus hielt Karin Rothenhäusler, Amtsleiterin für Soziales und Teilhabe eine Rede. OB Zull hatte sich entschuldigt.
Die Bücherei Lack mit neuer Leitung setzte sich für linke Literatur ein. Der Waiblinger Jungschriftsteller Quintus Gärtner stellte sein Buch bei Rowohlt vor. Er war Bundesschülersprecher und bekam deshalb schon mit 19 Jahren die Gelegenheit, die Interessen der Jugend zu präsentieren, die oft unter denTeppich gekehrt werden. Dann gab es noch ein Filmprojekt mit Flüchtlingen, die Geld sammeln, da alle Sender als Produzentinnen ausfallen. Yakup Ismailoglu vom Türkischen Verein hielt eine freie Rede. Doktorin Lucimara Brait-Poplawski, eine weitere Genossin, berichtete zum Thema Einwanderung aus wissenschaftlicher Sicht.
Kulturbeiträge gab es auch. Coro mi canto von der klassischen Pianistin Poldy Tagle, sang vier Lieder von Mercedes Sosa. Und die Liedergruppe von der Mozartstraße spielte auf. Gekrönt wurde das Ganze von Syrern mit einem Duo Oud und Darbuka und einem Solo auf letzterer. Im Zusammenhang mit dem Flüchtlingstreff PLEKS.
Und hinten im Raum gab es noch Informationsstände und Essen und Trinken. Selbst die Stadtwerke waren als Sponsor und mit Geschäftsführer Gerhard Ammon präsent. Er, der schon beim Neujahrsempfang als Redner geglänzt hatte, hielt sich diesmal sichtlich zurück.