49. Fiesta International

Na also, geht doch. Knapp 20 Nationalitäten feierten zusammen ein Fest ohne Animositäten. Das Ganze in Fellbach auf dem Guntram-Palm-Platz vor der Schwabenlandhalle. Essen und Trinken bis zum Abwinken, von den Einwandererinnenvereinen liebevoll zubereitet und ausgeschenkt. Dazu eine Bühne mit Darbietungen von Tänzen und Musik. Passend zur gegenwärtigen Hitzewelle. Hervorragend die Tänze aus dem Kosovo mit rot, weiß und schwarzen Trachten.

Oberbürgermeisterin Gabriele Zull gab wieder ihren Segen zur Eröffnung. Für sie ist es das zweitwichtigste Fest in Fellbach nach dem Erntedank-Herbst. Selbst das PLEKS war mit einem Zelt vertreten. Es ist dies ein Landeszentrum für Flüchtlinge, angesiedelt in Fellbach in Rufweite zum KunstWerk. Federführend bei der Gründung der Fiesta war seinerzeit Winfried Bauer, der mittlerweile die Bewegung für Demokratie und Vielfalt anführt.

Ausstellungen im KunstWerk

Jeden Monat gibt es eine neue Ausstellung in der zweitgrößten Galerie in Fellbach. Es sind meist Mitglieder des Vereins und Gäste. In der Regel drei Künstlerinnen pro Ausstellung. Freitags 19 Uhr sind die Vernissagen mit Begrüßung durch den Vorstand, einer kunstgeschichtlichen Einführung, Musik und natürlich Sekt und Häppchen. In den drei Wochenenden darauf ist die Schau samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geffnet. Die Künstlerinnen sind anwesend und stellen sich den Fragen der Besucherinnen. Die Bilder sind selbstverständlich käuflich zu erwerben. https://kunstwerkfellbach.gallery/

Neuer Vorstand KunstWerk

Gewählt am 9.6.26 für eine Amtsperiode von 2 Jahren in der Galerie: (von links nach rechts) 1. Vorsitzender Hermann Pflüger, Schriftführerin Aline Barge, 2. Vorsitzender Armin Fischer, Ausstellungsbetreuer Dieter Brenner.

Im Beirat (beratend und ohne Stimmrecht): Anita Dietrich, Brunhilde Sauer-Baur, Gudula Gyarmati (Kasse), Rosemarie Auchter-Ries, Gülten Aysel.

Ungarn im Rathaus

Anläßlich 40 Jahre Partnerschaft mit Pecs gab es letzten Sonntag eine hockarätige Veranstaltung im Großen Saal des Fellbacher Rathauses. Mit einer Rede von Oberbürgermeisterin Gabriele Zull, die im Sommer mit zwei Stadträtinnen dorthin fahren wird. Der bekannteste Sohn dieser Metropole ist Victor Vasarely, der als Erwachsener nach Paris ausgewandert ist und sich dort den ungarischen Namen geändert hat. Er war ein Vorreiter der modernen Malerei mit seiner Op-Art (optische Kunst). Unter anderem gestaltete er das Plakat zur Olymiade in München 1972 oder das Logo des Kutschenherstellers Renault. Sehr beeindruckend, was diesr Künstler geschaffen hat. Es gibt auch ein Museum mit seinen Werken.

Da der Städtepartnerschaftsverein sich vor einem halben Jahr auflöste, war dies mehr oder weniger dessen Abschiedsveranstaltung. Es fand sich kein neuer Vorstand. Jedenfalls war dieser Verein sehr fleißig, Schade.

Der Deutsche Jazzpreis geht nach Fellbach

Groove Inclusion ist eine Formation, bei der Menschen, die behindert werden und Normalos zusammen Jazz machen. Nun haben die Gründerinnen Hans Fickelscher, Fachbereichsleiter an der Fellbacher Musikschule und Rosa Budziat, ehemalige Leiterin der Volkshochschule Unteres Remstal, endlich die Ernte eingefahren. Vorgestern bekamen sie mit Ihrer Truppe den Deutschen Jazzpreis 2026 in der Kategorie Teilhabe vom konservativen Staatsminister für Kultur, Wolfgang Weimer, verliehen. Nicht nur die Fellbacher SPD, die den Jazz im Gemeinderat tapfer hoch hält, gratuliert sondern auch Jazz funkt im Freien Radio für Stuttgart, wo Hans und Rosa schon ein paar Mal zu Gast waren.

Vorstandsvorsitzender

Hiermit bewerbe ich mich, Künstlername Genosse amokfisch, als erster Vorsitzender des KunstWerk eV Fellbach. In den vergangenen zwei Jahren als zweiter Vorsitzender ist mir der Verein sehr ans Herz gewachsen, durch meine Pressearbeit bin ich den Menschen dort nahe gekommen.

Mein Regierungsprogramm: monatlich Vorstandssitzungen oft mit Beirat und monatlich Jour Fixe, wo alle Mitglieder unangemeldet teilnehmen können. Nach meinen 5 Jahren als Stadtrat in Fellbach habe ich gute Kontakte in die Zivilgesellschaft und ins Rathaus. So bin ich Mitglied bei der Kulturgemeinschaft Fellbach, Kunstverein, Besinnungsweg. Mit dem neuen Vorstand möchte ich einen Redaktionsbesuch bei der Fellbacher Zeitung und in meiner Sendung „die Galeere“ im Freien Radio für Stuttgart absolvieren, deren Hafen im Übrigen im Kunstwerk liegt. Jeden zweiten Freitag von 9 bis 11 Uhr fahre ich von dort als Steuermann die Kolonien an.

Ich werde die Vorsitzenden der Vereine und Firmen im KunstWerk besuchen. Und mich um Sponsoren in der Wirtschaft bemühen. Ich hatte eine Ausstellung mit Anita Dietrich im KunstWerk, die mich sehr erfüllt hat und bei der ich auch Bilder verkauft habe. Hier ein paar Beispiele meiner Kunst, nach 5 Bildern unten auf ältere Einträge gehen: https://www.amokfisch.de/blog/?cat=23

Nachtrag: am 9. Juni 2026 wurde ich zum zweiten Mal für zwei Jahre zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Erster Vorsitzender wurde Hermann Pflüger.

Warum ich am Sonntag SPD wähle

Die Erststimme bekommt Bettina Süßmilch (SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Waiblingen). Sie hat unter anderem eine Werkstatt für 60 Menschen mit kranker Seele gegründet und geleitet. Sie steht für die Ermächtigung von Menschen mit Beeinträchtigungen (behindert ist mensch nicht, sondern er wird behindert). Dafür kämpft sie schon ihr ganzes Leben. Und sie war sich nicht zu schade, in meine Radiosendung Galeere zu kommen, was ihr sichtlich Spaß gemacht hat.

Die Zweitstimme für die Sitzverteilung im Landtag bekommt Andreas Stoch, MdL. Er ist der Spitzenkandidat der SPD und der fähigste Politiker im Bundesland. Er war ein sehr erfolgreicher Kultusminister im ersten Kabinett Kretschmann und hat alle 70 Wahlkreise bereist, war in der Manufaktur in Schorndorf und zu einem Spaziergang am Kappelberg.

Am 8.3.26 ist dein Wahllokal von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wähle demokratisch und nur die, die schon im Landtag sind (von mir aus auch die Linke). Jede Stimme für die Kleinstparteien ist verschenkt, da die nie über die 5%-Prozent-Hürde kommen. Wenn du unsicher bist, gibt dir der Wahlomat Gewißheit: https://www.wahl-o-mat.de/ Möge mein Traum von Grünrotrosa Realität werden nach dem Motto der Adresse für diese Heimseite, auf der du gerade verweilst.

Unabhängigkeitstag Kosovo

Zum 18. Mal jährte sich die Abspaltung von Serbien. Der albanische Kulturverein feiert dies jedes Jahr in Schmiden, jüngst in der prallvollen Festhalle in Oeffingen. Ein Vertreter der Landesregierug, Siegfred Lorek, CDU MdL aus Winnenden und Staatsstekretär für Flüchtlinge hielt eine Rede. Er hat vor Kurzem den Kosovo bereist. Als Beitrag weiterhin konnte mensch drei Tanzgruppen bewundern in der landesüblichen Tracht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Danach dann Sängerinnen in Begleitung von Musik aus der Konserve, geprägt von den Osmaninnen. Die Anwesenden tanzten dazu. Die allermeisten dieser Menschen stammen aus der Wirtschaftsmetropole Suhareke, mit 50.000 Einwohnerinnen im zentralen Amselfeld. Und nicht zu vergessen: der Kosovo hat die demokratischste Regierung im Balkan. Der Ministerpräsident Albin Kurti ist ein Linker, die Staatspräsidentin eine Pazifistin. Also kein Autokrat weit und breit.

Mach dir selbst ein Bild davon, zum nächsten Festari gibt es wieder eine Reise mit dem Flugzeug ab Stuttgart über die Hauptstadt Prishtina, zwei Flugstunden. Dann Besuch des Fellbach-Hauses und viele interessante Eindrucke in diesem Land mit seinen beeindruckenden Bürgerinnen. Wenn du Interesse gefunden hast, melde dich bei mir. Dann erkläre ich dir alles Weitere.

Pecser Ballett

Erneut gab die Kompanie aus Fellbachs Partnerstadt ein Gastspiel zum 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft im halbvollen Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle. Pecs ist die viertgrößte Stadt in Ungarn und wird von der korrupten Fidesz-Partei regiert. Nun, die von Oberhaupt Viktor Orban. Die Ballettruppe zählt in ihrer Heimat zu den wichtigsten Ensembles. Im zweistündigen Tanz zwischen klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz wurde ein Stück um die Thematik von Goethes Faust zur Aufführung gebracht. Dazu wurde ungarische Orchestermusik mit Neuer Musik eingespielt. In der ersten Hälfte dominierte die Farbe Rot mit Licht, Kostüm und Bühnenbild. Durchlaufen von schwarzen und weißen Engeln. Gretchen ist eine zierliche Asiatin. Nach der Pause kam auch grünes Licht und Goldjungen auf die Bühne. Da wird auch fleißig gestorben. Das Bühnenbild blieb immer gleich. Im Hintergrund ein Vorhang aus durchsichtigen Plastikelementen, was mit den verschiedenen Lichtfarben schon was hermachte. Die 20 Jungs und Mädels legten sich mächtig ins Zeug, so daß der Schlußapplaus herzlich war.

Neujahrsempfang 2026

Die Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hatte gerufen und es kamen 1000 Menschen in die Schwabenlandhalle. Ein Jahreshöhepunkt gleich nach dem Fellbacher Herbst. Der Empfang wie beim Herbst fiel aus. Früher gab es eine lange Schlange und die Bürgerinnen wurden einzeln nacheinander begrüßt. Martin Zull ist ja verstorben, der da immer einen großen Anteil hatte, so ließ seine Gattin die Zeremonie ausfallen. Im Hölderlinsaal wurden erstmal alle Honoratioren begrüßt. Unter anderen der Landrat und drei Landtagsabgeordnete. Die Landtagswahl war für Frau Zull kein Thema. Künstlerische Darbietungen gab es vom Jungen Chor des Philharmonischen Chors und den Balletkindern des TSV Schmiden. Der Leiter des ungarischen Kulturinstituts Franz Liszt, Doktor Deszö Szabo glänzte als Hauptredner mit einer Präsentation mit viel Humor und Tiefgang. Die Partnerschaft mit Pecs geht ins 40e Jahr, ein Grund mehr den Organisator von Kunst, Jazz, Klassik, Lesungen, Diskussionen einzuladen. Dann wurden noch die obligatorischen Ehrenplaketten an herausragende Bürgerinnen verteilt. Und im Nachgang fanden anregende Gespräch in der Vorhalle statt zu Wein und Brezeln.