Zwei Gemälde vom Genossen amokfisch

Wir laden am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026 um 19 Uhr zur Ausstellungseröffnung unserer Jubiläumsausstellung, 40 Jahre KunstvereinT in die städtische Galerie Fellbach ein (am Rathaus, Marktplatz 1).

35 Künstlerinnen zeigen Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Zeichnung und Skulptur. Vom Genossen amokfisch hängen “Manu Dibango” weiß auf schwarze Pappe, 1985 und Multiversum 2, Acryl auf Papier, 2011.

Die Stadt Fellbach und der Kunstverein freuen sich auf viele interessierte Besucher. Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr.

KunstWerk im Radio

Gestern früh zuerst im Radio. Hermann und Aline mußten absagen, so daß ich mit Dieter alleine die Sendung bestritt. Also der halbe Vorstand. Meine Wunschtitel waren Miles Davis Mystery. Mit diesem Stück eröffne ich immer die Galeere, bei der ich der Steuermann bin und die in die Kolonien hinausrudert. Und Laguna Veneta vom Henri Texier Azur Quintet, Filmmusik von Bernard Hermann und Zbigniew Preisner. Von Dieter stammten Musikwünsche wie Sex Machine von James Brown. Den hat er mehrmals noch erlebt. Und zum Schluß die Rhapsody in Blue von George Gerswhin. Und dazwischen den Feuervogel von Igor Strawinsky.

Hier die Vorstellung von Hermann Pflüger, erster Vorsitzender: Ich mache täglich 2 Stunden Sport, arbeite 3 Stunden in meinem Atelier als bildender Künstler und arbeite 3 Stunden an meinen Forschungsprojekten (Zusammenwirken von Geisteswissenschaften mit der Informatik). Für ihn haben wir Time von Pink Floyd und Stan Getz gespielt.

Kunst ist ein gesellschaftliches Phänomen: Damit Kunstwerk Kunst ist brauchte drei Akteure die Künstler, die Kunstwerke erschaffen, die Gesellschaft oder ein Teil davon, der die Kunstwerke als Kunst wertschätzen und Institutionen, die Arbeiten der Künstler zur Gesellschaft bringen. Zu den letzteren gehört das KunstWerk Fellbach. Jedes Jahr stellen mehr als 30 Künstler in der Galerie ihre Arbeiten vor, und mehr als 500 Leute besuchen jährlich die Ausstellungen.

Dann noch die Vorstellung unserer Schriftführerin Aline: Ich bin Aline Barge, autodidaktische Künstlerin und lebe und arbeite in der Region Stuttgart. Ursprünglich komme ich aus Frankreich – und wahrscheinlich erklärt das schon ein bisschen meine Liebe zu Farbe, Licht und Bewegung.

Ich male vor allem expressive figurative Arbeiten: Stadtbilder, Szenen aus dem Alltag und Porträts. Dabei interessieren mich besonders die kleinen Momente, die man im Vorübergehen erlebt – ein Lichtreflex, eine Bewegung, eine Begegnung oder eine Stimmung. Meine Inspiration kommt viel vom Reisen und von unterschiedlichen Kulturen. Deshalb finden sich in meinen Arbeiten ganz unterschiedliche Orte und Eindrücke wieder – von Stuttgart und anderen europäischen Städten bis hin zu Motiven aus Asien. Neben der Malerei gehört auch Urban Sketching zu meiner künstlerischen Praxis.

Ich bin seit Ende 2024 im KunstWerk Fellbach aktiv und freue mich sehr, jetzt auch Verantwortung im Vorstand zu übernehmen. Besonders wichtig ist mir dabei, dass Kunst nicht nur im Atelier stattfindet, sondern dass wir als Verein sichtbar sind, miteinander arbeiten und einen lebendigen Ort für unterschiedliche künstlerische Positionen schaffen.

Und weil Musik für mich zum Malen dazugehört, habe ich fünf Stücke ausgewählt, die jeweils eine andere Seite von mir zeigen: Erinnerungen an Frankreich und meine Studienzeit, Musik zum Malen, ein bisschen Sommer und Leichtigkeit – und auch die Erinnerung daran, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht jedem „Hype“ folgen zu müssen.

Lindsey Stirling – Carol of the Bells: Ein Stück, das ich sehr gerne beim Malen höre – treibend, rhythmisch und mit einer ganz eigenen Energie.  Indochine – L’Aventurier: Großer Hit aus Frankreich aus meiner Studienzeit – Party, persönliche Erinnerungen und der „Abenteurer“, der sich mit asiatischen Akzenten auf eine Reise begibt. twenty one pilots – The Hype: ich mag den Gedanken, dass man als Künstler nicht ständig dem folgen sollte, was gerade Aufmerksamkeit bekommt, sondern seinen eigenen Weg finden muss. Bleu Soleil x Luiza – Soleil Bleu: Ein französischer Song, den ich erst kürzlich entdeckt habe – Sommerfeeling, Leichtigkeit – höre ich gerne beim Malen. Sam Smith – Like I Can: Ein Song, den ich wegen seiner emotionalen, leicht melancholischen Stimmung mag – eine andere, ruhigere Seite meiner Playlist.

Dank an den gesamten Vorstand, alle haben mitgemacht, entweder in Studio 1 oder am Rechner. Wir schauen dann, ob wir eine neue Sendung mit allen 4 zusammenbekommen. Einen Mitschnitt bekommst du über mich. https://kunstwerkfellbach.gallery/

Fräulein Wommy Wonder

Mal keine Politik und kein Jazz an dieser Stelle. Dafür Travestie und Kabarett. Auf der Alb heißen sie alle gleich, das ist so wie in Fellbach. Michael Panzer hat Theologie und Germanistik studiert und verkörpert seit 40 Jahren die üppige Wommy mit der Plastikperücke und einem immensen Freundinnenkreis. Seit Jahren schon kommt sie für fünf Wochen im Sommer ins Theaterhaus, so auch 2026 mit dem Thema “Alles muß raus!”.

Sie springt souverän von Kalauer zu Kalauer und denkt auch an die gerade stattfindende Sonnenfinsternis. Beispiel: kommt ein Mann aufs Polizeirevier: Herr Wachtmeister, ich habe meine Frau geamselt. Antwort: Sie meinten wohl gevögelt? Er: nein, erdrosselt. Nichts unter der Gürtellinie, jedoch etwas frivol und schlüpfrig. Zum Ausklang kam dann Elfriede Schäufele auf die Bühne, und die legte los. Da läßt sie alle Büttenrednerinnen beim Fasching blaß aussehen. Ebenso eine Figur von Michael.

Gee Hye Lee in der Kiste

Die Überfliegerin von der Musikschule in Fellbach trommelte am 1. August 2026 ein Quintett mit herausragenden Jazzmusikerinnen zusammen. Als da waren Ameli Schuster (voc) aus Berlin, Jakob Bänsch (tp) aus Köln und die Rhythmusgruppe bestand aus drei Stuttgarterinnen: Joel Locher (b), Marcel Gustke (dr) und eben Gee Hye Lee (p). Die Fünf legten an diesem lauen Sommerabend los, daß es eine Freude war. Schweißtreibend und zupackend. Der Stuttgarter Jazzclub Die Kiste, in der Gee vor Jahren ihre legendären Geenious Mondays veranstaltete, bot diesem Ausnahmetalent mal wieder eine Plattform. Hot nights, cool music war das Konzert überschrieben und nicht zu viel versprochen, die Kiste mit Stehplätzen und Barhockern, vor zwei Jahren umgebaut, war rappelvoll. Wenn du das Konzert verpaßt hast, Augen auf, Gee spielt immer wieder in den Jazzclubs in der Region Stuttgart.

Nachrichten aus Fellbach

Die zuverlässigsten Informationen liefert wöchentlich das Mitteilungsblatt der Stadt Fellbach, der Stadtanzeiger. Der hat nicht nur eine Veranstaltungsübersicht, sondern berichtet intensiv über wichtige Neuigkeiten in der Stadt. Wem das nicht reicht, sei die Fellbacher Zeitung ans Herz gelegt. Das dritte Buch dort berichtet zuverlässig über Gemeinderat, Kultur und Sport aus der Kappelbergstadt und darüber hinaus im Rems-Murr-Kreis. Bei den asozialen Medien gibt es noch eine Kappelberggruppe mit 12.000 Teilnehmenden. Meine Sendereihe “die Fellbächerin” im Freien Radio für Stuttgart ist nach 6 Jahren Geschichte, wird aber von “der Galeere” gefolgt mit dem Ausgangspunkt KunstWerk Fellbach.

Weltnachrichten gibt es am Besten täglich bei artejournal über zwanzig Minuten (auch Mediathek). Der Blick von hier richtet sich auf Nachrichten aus Frankreich und Deutschland und darüber hinaus. Tagesschau und heute sind nicht zu empfehlen, da die Schlagzahl der Nachricten dort so hoch ist, daß mensch sich nichts merken kann. Eine gute Wahl ist auch 3sat Kulturzeit, die werktags klug über 40 Minuten berichtet. Dies ist die beste Sendung im deutschsprachigen Fernsehen. Beim Radio macht der Deutschlandfunk die mit Abstand beste Arbeit.

Besinnungsweg Mitgliederversammlung

Vergangenen Freitag leitete Paul Rothwein (CDU) zum letzten Mal die Versammlung im Oeffinger Gemeindehaus. Er trat als erster Vorsitzender ab und hat gleich mit einer dicken Überraschung weitergeleitet. Der Oeffinger Gartenbauunternehmer und Stimmenkönig im Gemeinderat, Jörg Schiller (ehemals CDU, jetzt Stadtmacher) übernahm das Zepter. Als Paul vor 19 Jahren erster Vorsitzender des Besinnungswegs wurde, mußte er sich zuerst in das Thema Skulpturen einarbeiten. Und er wurde zum Übervater und Experte. Sein Bauunternehmen war immer zur Stelle. So konnten teilweise gigantische Kunstwerke eingeweiht werden.

Oberbürgermeisterin Gabriele Zull sprach ein wie immer launiges Grußwort. Das Erste, was sie von Fellbach aus dem Blick von Göppingen wahrnahm, war der Besinnungsweg. Die beiden Ortstheologen Pfarrer Markus Eckert und Diakon Martin Wunram waren ebenfalls gekommen. Und Ruth Lemaire (SPD). Und natürlich Doktor Heribert Sautter von der Galerie der Stadt Fellbach, der bei jeder Station die Kontakte zu den Weltkünstlerinnen herstellte und auch immer fleißig mit Rat und Tat zur Seite stand.

Werner und Fellbach

Heute bekamen Eric Gauthier und Werner Schretzmeier im Theaterhaus die Blechmedaille der Stadt Stuttgart verliehen vom Oberbürgermeister Doktor Frank Nopper. Dieser hatte in seiner unnachahmlichen Art in seiner Dankesrede Werner den Industriemechaniker aufgesprochen, er ist aber Industriekaufmann. Und aus dem Gassenhauer Dirty Dishes machte er Dirty Wishes. Nun gut. Zu diesem bescheidenen Anlaß wurde die Johnny Cash-Truppe aufgefahren, das Patrick Bebelaar-Trio, die Schauspielerinnen, alle 22 Tänzerinnen, die Kulturjournalistin Adrienne Braun und mehr.

Werner Schretzmeier hst folgende Dinge verbrochen: die Widerständler, Manufaktur, Hammerschlag, der goldene Sonntag, Hofmanns Geschichten, Theaterhaus, Jazz Gipfel, Osterjazz, United Jazz and Rock Ensemble, Mood Platten und so fort.

Gudrun wohnte seinerzeit im Hochhaus in Schmiden. Werner ist dort bei ihr eingezogen. Es übernachteten dort nach dem Konzert in der Manu unter anderen Ozzy Osborne. Die Nachbarinnen haben Gudrun Schretzmeier gemobbt, da sie keine Vorhänge in den Fenstern hatte. Sie leitete die Kostümabteilung beim SDR, Werner war dort als Autodidakt Regisseur.

Der ehemalige Fellbacher OB Guntram Palm hat Werner unter seine Fittiche genommen und den Burschen gefördert. Er erkannte das Talent. Ansonsten wäre aus ihm ein Zahnpasta-Produzent geworden.

49. Fiesta International

Na also, geht doch. Knapp 20 Nationalitäten feierten zusammen ein Fest ohne Animositäten. Das Ganze in Fellbach auf dem Guntram-Palm-Platz vor der Schwabenlandhalle. Essen und Trinken bis zum Abwinken, von den Einwandererinnenvereinen liebevoll zubereitet und ausgeschenkt. Dazu eine Bühne mit Darbietungen von Tänzen und Musik. Passend zur gegenwärtigen Hitzewelle. Hervorragend die Tänze aus dem Kosovo mit rot, weiß und schwarzen Trachten.

Oberbürgermeisterin Gabriele Zull gab wieder ihren Segen zur Eröffnung. Für sie ist es das zweitwichtigste Fest in Fellbach nach dem Erntedank-Herbst. Selbst das PLEKS war mit einem Zelt vertreten. Es ist dies ein Landeszentrum für Flüchtlinge, angesiedelt in Fellbach in Rufweite zum KunstWerk. Federführend bei der Gründung der Fiesta war seinerzeit Winfried Bauer, der mittlerweile die Bewegung für Demokratie und Vielfalt anführt.

Ausstellungen im KunstWerk

Jeden Monat gibt es eine neue Ausstellung in der zweitgrößten Galerie in Fellbach. Es sind meist Mitglieder des Vereins und Gäste. In der Regel drei Künstlerinnen pro Ausstellung. Freitags 19 Uhr sind die Vernissagen mit Begrüßung durch den Vorstand, einer kunstgeschichtlichen Einführung, Musik und natürlich Sekt und Häppchen. In den drei Wochenenden darauf ist die Schau samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geffnet. Die Künstlerinnen sind anwesend und stellen sich den Fragen der Besucherinnen. Die Bilder sind selbstverständlich käuflich zu erwerben. https://kunstwerkfellbach.gallery/

Neuer Vorstand KunstWerk

Gewählt am 9.6.26 für eine Amtsperiode von 2 Jahren in der Galerie: (von links nach rechts) 1. Vorsitzender Hermann Pflüger, Schriftführerin Aline Barge, 2. Vorsitzender Armin Fischer, Ausstellungsbetreuer Dieter Brenner.

Im Beirat (beratend und ohne Stimmrecht): Anita Dietrich, Brunhilde Sauer-Baur, Gudula Gyarmati (Kasse), Rosemarie Auchter-Ries, Gülten Aysel.