Ungarn im Rathaus

Anläßlich 40 Jahre Partnerschaft mit Pecs gab es letzten Sonntag eine hockarätige Veranstaltung im Großen Saal des Fellbacher Rathauses. Mit einer Rede von Oberbürgermeisterin Gabriele Zull, die im Sommer mit zwei Stadträtinnen dorthin fahren wird. Der bekannteste Sohn dieser Metropole ist Victor Vasarely, der als Erwachsener nach Paris ausgewandert ist und sich dort den ungarischen Namen geändert hat. Er war ein Vorreiter der modernen Malerei mit seiner Op-Art (optische Kunst). Unter anderem gestaltete er das Plakat zur Olymiade in München 1972 oder das Logo des Kutschenherstellers Renault. Sehr beeindruckend, was diesr Künstler geschaffen hat. Es gibt auch ein Museum mit seinen Werken.

Da der Städtepartnerschaftsverein sich vor einem halben Jahr auflöste, war dies mehr oder weniger dessen Abschiedsveranstaltung. Es fand sich kein neuer Vorstand. Jedenfalls war dieser Verein sehr fleißig, Schade.

Der Deutsche Jazzpreis geht nach Fellbach

Groove Inclusion ist eine Formation, bei der Menschen, die behindert werden und Normalos zusammen Jazz machen. Nun haben die Gründerinnen Hans Fickelscher, Fachbereichsleiter an der Fellbacher Musikschule und Rosa Budziat, ehemalige Leiterin der Volkshochschule Unteres Remstal, endlich die Ernte eingefahren. Vorgestern bekamen sie mit Ihrer Truppe den Deutschen Jazzpreis 2026 in der Kategorie Teilhabe vom konservativen Staatsminister für Kultur, Wolfgang Weimer, verliehen. Nicht nur die Fellbacher SPD, die den Jazz im Gemeinderat tapfer hoch hält, gratuliert sondern auch Jazz funkt im Freien Radio für Stuttgart, wo Hans und Rosa schon ein paar Mal zu Gast waren.

Vorstandsvorsitzender

Hiermit bewerbe ich mich, Künstlername Genosse amokfisch, als erster Vorsitzender des KunstWerk eV Fellbach. In den vergangenen zwei Jahren als zweiter Vorsitzender ist mir der Verein sehr ans Herz gewachsen, durch meine Pressearbeit bin ich den Menschen dort nahe gekommen.

Mein Regierungsprogramm: monatlich Vorstandssitzungen oft mit Beirat und monatlich Jour Fixe, wo alle Mitglieder unangemeldet teilnehmen können. Nach meinen 5 Jahren als Stadtrat in Fellbach habe ich gute Kontakte in die Zivilgesellschaft und ins Rathaus. So bin ich Mitglied bei der Kulturgemeinschaft Fellbach, Kunstverein, Besinnungsweg. Mit dem neuen Vorstand möchte ich einen Redaktionsbesuch bei der Fellbacher Zeitung und in meiner Sendung „die Galeere“ im Freien Radio für Stuttgart absolvieren, deren Hafen im Übrigen im Kunstwerk liegt. Jeden zweiten Freitag von 9 bis 11 Uhr fahre ich von dort als Steuermann die Kolonien an.

Ich werde die Vorsitzenden der Vereine und Firmen im KunstWerk besuchen. Und mich um Sponsoren in der Wirtschaft bemühen. Ich hatte eine Ausstellung mit Anita Dietrich im KunstWerk, die mich sehr erfüllt hat und bei der ich auch Bilder verkauft habe. Hier ein paar Beispiele meiner Kunst, nach 5 Bildern unten auf ältere Einträge gehen: https://www.amokfisch.de/blog/?cat=23

Warum ich am Sonntag SPD wähle

Die Erststimme bekommt Bettina Süßmilch (SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Waiblingen). Sie hat unter anderem eine Werkstatt für 60 Menschen mit kranker Seele gegründet und geleitet. Sie steht für die Ermächtigung von Menschen mit Beeinträchtigungen (behindert ist mensch nicht, sondern er wird behindert). Dafür kämpft sie schon ihr ganzes Leben. Und sie war sich nicht zu schade, in meine Radiosendung Galeere zu kommen, was ihr sichtlich Spaß gemacht hat.

Die Zweitstimme für die Sitzverteilung im Landtag bekommt Andreas Stoch, MdL. Er ist der Spitzenkandidat der SPD und der fähigste Politiker im Bundesland. Er war ein sehr erfolgreicher Kultusminister im ersten Kabinett Kretschmann und hat alle 70 Wahlkreise bereist, war in der Manufaktur in Schorndorf und zu einem Spaziergang am Kappelberg.

Am 8.3.26 ist dein Wahllokal von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wähle demokratisch und nur die, die schon im Landtag sind (von mir aus auch die Linke). Jede Stimme für die Kleinstparteien ist verschenkt, da die nie über die 5%-Prozent-Hürde kommen. Wenn du unsicher bist, gibt dir der Wahlomat Gewißheit: https://www.wahl-o-mat.de/ Möge mein Traum von Grünrotrosa Realität werden nach dem Motto der Adresse für diese Heimseite, auf der du gerade verweilst.

Unabhängigkeitstag Kosovo

Zum 18. Mal jährte sich die Abspaltung von Serbien. Der albanische Kulturverein feiert dies jedes Jahr in Schmiden, jüngst in der prallvollen Festhalle in Oeffingen. Ein Vertreter der Landesregierug, Siegfred Lorek, CDU MdL aus Winnenden und Staatsstekretär für Flüchtlinge hielt eine Rede. Er hat vor Kurzem den Kosovo bereist. Als Beitrag weiterhin konnte mensch drei Tanzgruppen bewundern in der landesüblichen Tracht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Danach dann Sängerinnen in Begleitung von Musik aus der Konserve, geprägt von den Osmaninnen. Die Anwesenden tanzten dazu. Die allermeisten dieser Menschen stammen aus der Wirtschaftsmetropole Suhareke, mit 50.000 Einwohnerinnen im zentralen Amselfeld. Und nicht zu vergessen: der Kosovo hat die demokratischste Regierung im Balkan. Der Ministerpräsident Albin Kurti ist ein Linker, die Staatspräsidentin eine Pazifistin. Also kein Autokrat weit und breit.

Mach dir selbst ein Bild davon, zum nächsten Festari gibt es wieder eine Reise mit dem Flugzeug ab Stuttgart über die Hauptstadt Prishtina, zwei Flugstunden. Dann Besuch des Fellbach-Hauses und viele interessante Eindrucke in diesem Land mit seinen beeindruckenden Bürgerinnen. Wenn du Interesse gefunden hast, melde dich bei mir. Dann erkläre ich dir alles Weitere.

Pecser Ballett

Erneut gab die Kompanie aus Fellbachs Partnerstadt ein Gastspiel zum 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft im halbvollen Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle. Pecs ist die viertgrößte Stadt in Ungarn und wird von der korrupten Fidesz-Partei regiert. Nun, die von Oberhaupt Viktor Orban. Die Ballettruppe zählt in ihrer Heimat zu den wichtigsten Ensembles. Im zweistündigen Tanz zwischen klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz wurde ein Stück um die Thematik von Goethes Faust zur Aufführung gebracht. Dazu wurde ungarische Orchestermusik mit Neuer Musik eingespielt. In der ersten Hälfte dominierte die Farbe Rot mit Licht, Kostüm und Bühnenbild. Durchlaufen von schwarzen und weißen Engeln. Gretchen ist eine zierliche Asiatin. Nach der Pause kam auch grünes Licht und Goldjungen auf die Bühne. Da wird auch fleißig gestorben. Das Bühnenbild blieb immer gleich. Im Hintergrund ein Vorhang aus durchsichtigen Plastikelementen, was mit den verschiedenen Lichtfarben schon was hermachte. Die 20 Jungs und Mädels legten sich mächtig ins Zeug, so daß der Schlußapplaus herzlich war.

Neujahrsempfang 2026

Die Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hatte gerufen und es kamen 1000 Menschen in die Schwabenlandhalle. Ein Jahreshöhepunkt gleich nach dem Fellbacher Herbst. Der Empfang wie beim Herbst fiel aus. Früher gab es eine lange Schlange und die Bürgerinnen wurden einzeln nacheinander begrüßt. Martin Zull ist ja verstorben, der da immer einen großen Anteil hatte, so ließ seine Gattin die Zeremonie ausfallen. Im Hölderlinsaal wurden erstmal alle Honoratioren begrüßt. Unter anderen der Landrat und drei Landtagsabgeordnete. Die Landtagswahl war für Frau Zull kein Thema. Künstlerische Darbietungen gab es vom Jungen Chor des Philharmonischen Chors und den Balletkindern des TSV Schmiden. Der Leiter des ungarischen Kulturinstituts Franz Liszt, Doktor Deszö Szabo glänzte als Hauptredner mit einer Präsentation mit viel Humor und Tiefgang. Die Partnerschaft mit Pecs geht ins 40e Jahr, ein Grund mehr den Organisator von Kunst, Jazz, Klassik, Lesungen, Diskussionen einzuladen. Dann wurden noch die obligatorischen Ehrenplaketten an herausragende Bürgerinnen verteilt. Und im Nachgang fanden anregende Gespräch in der Vorhalle statt zu Wein und Brezeln.

Galeere

Von Kolonie zu Kolonie rudern wir Sklavinnen. Unser Ausgangspunkt ist das KunstWerk in Fellbach mit vielen Künstlerinnen-Ateliers und einer tollen Galerie. Wir beackern den Kolonialismus mit Musik und Texten. Und stellen die von Westeuropa rücksichtslos ausgebeuteten Erdregionen in den Mittelpunkt. Der Hafen liegt in der Schorndorfer Straße 33 zwischen Jet-Tankstelle und Vulcano. Beim Friedrich-Wilhelm, den beiden Ablufttürmen des Fellbacher Stadttunnels.

Immer am zweiten und vierten Freiag im Monat von 9 bis 11 Uhr morgens ertönt die Galeere unter meiner Regie meistens mit Studiogästen im Freien Radio für Stuttgart http://www.freies-radio.de und die Fellbacher Zeitung bringt immer eine Ankündigung der jeweils nächsten Sendung.

Gäste seither waren Katja Erdmann-Rajski, Kai Müller, Deszö Szabo, Christoph Beck, Gökay Sofuoglu, Woody und Flo, Winfried Bauer, Thomas Rahmann und viele mehr vom Sommer 2024 an. Davor gab es die Fellbächerin und davor die volxmusik.

Wenn du Sendungen nachhören willst, mußt du mir eine Nachricht schicken an amokfisch@web.de Dann bekommst du von mir die Zugangsdaten und kannst in meiner reichhaltigen Wolke stöbern.

Weihnachtsfeiern 2025

Drei Ehrenämter, drei Weihnachtsfeiern: den Auftakt veranstaltete die Fellbacher SPD am ersten Advent. Es war wie immer der Jahreshöhepunkt, abgesehen von der Bundestagswahl. Andreas Möhlmann berichtete aus dem Gemeinderat und dem abgelaufenen Jahr. Dazu gab es Ehrungen für runde alte Geburtstage und jahrzehntelange Mitgliedschaft mit Gutscheinen von der Stadtvermarktung. Und es gab erstmals ein türkisches Buffet mit leckeren Speisen. Und die 30 Genossinnen fanden sich erstmals im Amandus-Saal der Fellbächer Weingärtnerinnen zusammen.

Das KunstWerk veranstaltete anstatt einer Weihnachtsfeier am zweiten Advent einen Tag der offenen Ateliers. Die meisten Künstlerinnen hier sind weiblich. Gute Gespräche auch hier.

Im Radio geht der Betrieb durch ohne Nikolaus und ohne Christkind. Egmont Müller übernimmt meine Galeere am 26.12.25 mit profaner Musik.

Dann noch die Weihnachtsfeier im Theaterhaus: das Restaurant platzte aus allen Nähten, im Collina gab es italienisches Buffet. Werner Schretzmeier verteilte Ehrungen für jahrzentelange Mitarbeit.

Jahresausstellung Kunstverein 2025

Letzten Freitag fand die Vernissage im Kunstvereinskeller statt. Der Andrang war groß, Ina Reicherter-Kappeler und Simone Weigend, beides bildende Künstlerinnen im Vorstand, führten in die Kunstwerke ein. Als musikalscher Appetithappen spielte der Liedermacher Florijan van der Holz genial auf. Er wird bald Studiogast in der Galeere sein.

27 Künstlerinnen haben sich beteiligt insofern der Keller noch Platz bot. Hungern mußte mensch auch nicht, es gab genug Getränke. Viele nette Leute waren da, es gab anregende Gespräche. Noch ein Hinweis in eigener Sache: am Freitag 5.12.25 19 Uhr wird die Werkschau vom KunstWerk eröffnet. Auch dort sind 27 Künstlerinnen zu Gange, da bin ich dabei. Wir sehen uns wieder!