Fellbacher Zeitung

Die Unterabteilung der Südwestdeutschen Medienholding residiert seit ein paar Jahren am Bahnhof. Sie kämpfen gegen die Digitalisierung an, jedoch vergeblich. Das Ergebnis ist die Seite „bei uns daheim“ wo lokale Vereine angehalten sind, kostenlos Berichte abzuliefern, die dann im Netz landen und es eine Plattform zum Gedankenaustausch darstellen soll. Das Fernziel gibt der Springer-Konzern vor: abstoßen von Druckprodukten und alles dafür ins Netz zu verlagern. Daß dies nicht allzu originell ist, bestimmt die taz (tageszeitung inoffizielles Organ der Grünen und Steineristinnen) mit der Auflösung der Zeitung vor ein paar Wochen und der Verlagerung ins Netz.

Zum Glück wird in Fellbach noch vom Gemeinderat berichtet, der Lokalsport hat seine Leserinnen. Aber bitte verschont uns mit der Plattmachung dieses gedruckten Kleinods, wovon die anderen Zeitungen im Rems-Murr-Kreis nur träumen können. Zugegeben ist das Abonnement teuer, aber diese Investition lohnt sich für alle poltitisch denkenden Menschen. Erst recht für unsere Demokratie.

Friede für Fellbach

Dieses Weihnachten 2025 wünschen wir uns gegenseitig alle Frieden. Kein Mensch wagt seinem gegenüber den Krieg an den Hals. Im Zeichen des Kreuzes werden Menschen entweder versklavt oder befreit. Alles eine Folge des Kolonialismus, der noch lange nicht zu Ende ist. Rekordzahlen bei Flüchtlingen, Millionen Tote durch die Klimakatastrophe. Krieg überall, sogar in Europa.

Wenn wir die Autokraten lebenslänglich wegsperren haben sich diese Dinge erledigt. Das hört sich verwegen an, ist aber möglich, wenn die Vereinten Nationen durch ein Weltparlament (800 Sitze, jeder Abgeordneter demokratisch gewählt von je 10 Millionen Bürgerinnen) ersetzt werden, der Sicherheitsrat durch eine Weltregierung. Und sobald irgendwo ein Narzißt die Herrschaft antreten will, durch eine Weltarmee entfernt wird.

Weihnachtsfeiern 2025

Drei Ehrenämter, drei Weihnachtsfeiern: den Auftakt veranstaltete die Fellbacher SPD am ersten Advent. Es war wie immer der Jahreshöhepunkt, abgesehen von der Bundestagswahl. Andreas Möhlmann berichtete aus dem Gemeinderat und dem abgelaufenen Jahr. Dazu gab es Ehrungen für runde alte Geburtstage und jahrzehntelange Mitgliedschaft mit Gutscheinen von der Stadtvermarktung. Und es gab erstmals ein türkisches Buffet mit leckeren Speisen. Und die 30 Genossinnen fanden sich erstmals im Amandus-Saal der Fellbächer Weingärtnerinnen zusammen.

Das KunstWerk veranstaltete anstatt einer Weihnachtsfeier am zweiten Advent einen Tag der offenen Ateliers. Die meisten Künstlerinnen hier sind weiblich. Gute Gespräche auch hier.

Im Radio geht der Betrieb durch ohne Nikolaus und ohne Christkind. Egmont Müller übernimmt meine Galeere am 26.12.25 mit profaner Musik.

Dann noch die Weihnachtsfeier im Theaterhaus: das Restaurant platzte aus allen Nähten, im Collina gab es italienisches Buffet. Werner Schretzmeier verteilte Ehrungen für jahrzentelange Mitarbeit.

Gökay Sofuoglu

Freitag, 12. Dezember 2025 9 bis 11 Uhr morgens im Freien Radio für Stuttgart 99,2 Antenne oder www.freies-radio.de mit 7Tage-Mediathek: Gökay Sofuoglu zu Gast bei der Galeere mit Steuermann Armin Fischer:

Er ist der bekannteste Einwanderer in Fellbach nach Sami Khedira. Sofuoglu ist Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland und ein gefragter Gesprächspartner in allen Medien, Deutschlandfunk, arte journal, Kulturzeit (3sat) zum Beispiel. Er hat das Haus 49 in Stuttgart-Nord gegründet und lange geleitet. Dort kümmert mensch sich um Einwanderinnen-Kinder. Er sitzt für die SPD im Fellbacher Gemeinderat. Der Genosse amokfisch aus der gleichen Partei lädt ihn ins Radio ein. (Gökay Sofuoglu – Startseite)