Der Deutsche Jazzpreis geht nach Fellbach

Groove Inclusion ist eine Formation, bei der Menschen, die behindert werden und Normalos zusammen Jazz machen. Nun haben die Gründerinnen Hans Fickelscher, Fachbereichsleiter an der Fellbacher Musikschule und Rosa Budziat, ehemalige Leiterin der Volkshochschule Unteres Remstal, endlich die Ernte eingefahren. Vorgestern bekamen sie mit Ihrer Truppe den Deutschen Jazzpreis 2026 in der Kategorie Teilhabe vom konservativen Staatsminister für Kultur, Wolfgang Weimer, verliehen. Nicht nur die Fellbacher SPD, die den Jazz im Gemeinderat tapfer hoch hält, gratuliert sondern auch Jazz funkt im Freien Radio für Stuttgart, wo Hans und Rosa schon ein paar Mal zu Gast waren.

Landesvorsitzende SPD

Der Frühling ist da, ein sonniges Wetter und vier Genossen fuhren aus dem Rems-Murr-Kreis nach Vaihingen/Enz wo sich zwei Kandidatinnen zum neuen Landesvorsitzenden der Baden-Württemberger SPD vorstellten. Das Ganze in einer Scheune, alle Plätze waren belegt. Ein Gast kam extra aus Bayern. Es wurden Brezeln gereicht und Wasser aus Ensingen von nebenan bereitgestellt.

Robin Mesarosch (Sigmaringen, Alt-MdB) und Isabel Cademartori (MdB aus Mannheim) sprachen entspannt aus der Sicht vom Land und der Stadt. Sie wollen eine junge Doppelspitze bilden und werben dazu landauf-landab. Beide haben konkrete Ideen, die dem Land weiterhelfen. Sie reden frei und ohne Fehler. Er hat kein weißes Hemd mit offenem Kragen und ohne Krawatte an: ein weißes T-Shirt unter einem dunklen Sacko, sie ist ganz in Schwarz gekleidet. Drei Stunden lang stellten sie sich vor, ihre Visionen, die die Partei voranbringen. Dann griff der Landtagskandidat vor Ort ein und stellte Fragen, danach durfte das Publikum ran. Alle Anwesenden waren Genossinnen, deshalb eine entspannte Atmosphäre. Außer den beiden im Zweiergespann bewerben sich noch einzeln eine Frau und ein Mann und dann wird mensch auf dem kommenden Parteitag den Vorstand neu wählen.

Vorstandsvorsitzender

Hiermit bewerbe ich mich, Künstlername Genosse amokfisch, als erster Vorsitzender des KunstWerk eV Fellbach. In den vergangenen zwei Jahren als zweiter Vorsitzender ist mir der Verein sehr ans Herz gewachsen, durch meine Pressearbeit bin ich den Menschen dort nahe gekommen.

Mein Regierungsprogramm: monatlich Vorstandssitzungen oft mit Beirat und monatlich Jour Fixe, wo alle Mitglieder unangemeldet teilnehmen können. Nach meinen 5 Jahren als Stadtrat in Fellbach habe ich gute Kontakte in die Zivilgesellschaft und ins Rathaus. So bin ich Mitglied bei der Kulturgemeinschaft Fellbach, Kunstverein, Besinnungsweg. Mit dem neuen Vorstand möchte ich einen Redaktionsbesuch bei der Fellbacher Zeitung und in meiner Sendung „die Galeere“ im Freien Radio für Stuttgart absolvieren, deren Hafen im Übrigen im Kunstwerk liegt. Jeden zweiten Freitag von 9 bis 11 Uhr fahre ich von dort als Steuermann die Kolonien an.

Ich werde die Vorsitzenden der Vereine und Firmen im KunstWerk besuchen. Und mich um Sponsoren in der Wirtschaft bemühen. Ich hatte eine Ausstellung mit Anita Dietrich im KunstWerk, die mich sehr erfüllt hat und bei der ich auch Bilder verkauft habe. Hier ein paar Beispiele meiner Kunst, nach 5 Bildern unten auf ältere Einträge gehen: https://www.amokfisch.de/blog/?cat=23

Reparationszahlungen

Die SPD Fellbach möge beschließen: die Bundesregierung und die Europäische Union zahlt den Kolonien für das Leid von 500 Jahren Völkermord Entschädigungen. Nicht an Regierungen oder Nichtregierungsorganisationen, sondern als Mikrokredite an die Frauen vor Ort. Die Entwicklungshilfe der letzten 80 Jahren ist gescheitert. Wir müssen endlich die Natur in den Mittelpunkt stellen und nicht die Milliardärinnen und das Christentum, die den Kolonialismus weiterhin betreiben. Nur so wird ein Wohlstand erzeugt, der nachhaltig ist und uns allen zu Gute kommt. Soll heißen: nur durch Verzicht erhöht sich die Lebensqualität der Einzelnen bei uns und damit auch dort.

Neue Sendung

Freitag, 10. April 2026 von 9 bis 11 Uhr auf www.freies-radio.de: In der nächsten Galeere von Armin Fischer (Genosse amokfisch) ertönen alle Reden des Fellbacher Gemeinderats vom 10. März zum Haushalt 2026; ummantelt mit Musik von Miles Davis letzter Platte von 1991 (Doo Bop). Los geht es mit Martin Oettinger (Freie Wählerinnen/Freie Demokratinnen) gefolgt von Anja Off und Franz Plappert (CDU), danach Andreas Möhlmann (SPD), Beate Wörner (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Simone Lebherz und Jörg Schiller (Stadtmacherinnen). Das Ganze wurde aufgrund der Spardebatte vom Ende letzten Jahres vertagt. Mittlerweile haben alle den Haushalt verabschiedet, jede mit unguten Gefühlen.

Wir fuhren nach Berlin

Ganz auf den Spuren des VfB, der in Berlin 2025 nach langer Zeit den Kübel DfB-Pokal holte. Eine Gruppe 50 eingeschworener Genossinnen aus dem Rems-Murr-Kreis folgte dem Ruf der Nagolder Bundestagsabgeordneten für die SPD, Saskia Esken. Diese Dame war 9 Jahre Bundesvorsitzende der stolzen Partei.

Jede MdB kann pro Halbjahr über das Bundespresseamt 50 Menschen nach Berlin einladen. ICE-Fahrt, Übernachtung am Kudamm und Verpflegung sind in den 4 Tagen umsonst. Aus Fellbach waren wir sechs Teilnehmerinnen. Folgende Stationen: Bundestag, Arbeitsministerium, Denkmal für die ermordeten Jüdinnen, Südseitengalerie (ein Stück der verbliebenen ehemaligen Mauer von Künstlerinnen bemalt), Stasi-Knast Hohenschönhausen, Stadtrundfahrten. Ein volles Programm während zweier intensiven Tage in der Hauptstadt. Kater gab es zu keinem Augenblick angesichts unserer 5,5 % Für Saskia war es eine Gelegenheit, den lange im Bundestag verwaisten Wahlkreis Waiblingen wiederzubeleben, den sie seit einem Jahr betreut, nachdem dessen MdB Hermann Scheer (Buoch) schon lange verstorben war. Es gilt dabei, das Vakuum nach dem Solarpapst zu füllen.