Nachrichten aus Fellbach

Die zuverlässigsten Informationen liefert wöchentlich das Mitteilungsblatt der Stadt Fellbach, der Stadtanzeiger. Der hat nicht nur eine Veranstaltungsübersicht, sondern berichtet intensiv über wichtige Neuigkeiten in der Stadt. Wem das nicht reicht, sei die Fellbacher Zeitung ans Herz gelegt. Das dritte Buch dort berichtet zuverlässig über Gemeinderat, Kultur und Sport aus der Kappelbergstadt und darüber hinaus im Rems-Murr-Kreis. Bei den asozialen Medien gibt es noch eine Kappelberggruppe mit 12.000 Teilnehmenden. Meine Sendereihe “die Fellbächerin” im Freien Radio für Stuttgart ist nach 6 Jahren Geschichte, wird aber von “der Galeere” gefolgt mit dem Ausgangspunkt KunstWerk Fellbach.

Weltnachrichten gibt es am Besten täglich bei artejournal über zwanzig Minuten (auch Mediathek). Der Blick von hier richtet sich auf Nachrichten aus Frankreich und Deutschland und darüber hinaus. Tagesschau und heute sind nicht zu empfehlen, da die Schlagzahl der Nachricten dort so hoch ist, daß mensch sich nichts merken kann. Eine gute Wahl ist auch 3sat Kulturzeit, die werktags klug über 40 Minuten berichtet. Dies ist die beste Sendung im deutschsprachigen Fernsehen. Beim Radio macht der Deutschlandfunk die mit Abstand beste Arbeit.

Neues von der Fellbacher SPD

Wir sind die einzig wahre Opposition im Gemeinderat. Die Grünen und die CDU regieren ja im Land schon wieder zusammen. Stadtmacherinnen und Freie Wählerinnen sind speziell und eng mit der Stadt verbandelt.

Die SPD steuert schon auf die nächste Wahl in drei Jahren zu. Da gilt es, die 5 Sitze zu verteidigen oder zu erweitern. Wenn du dich berufen fühlst, dich um einen Platz auf unserer Liste zu bemühen, solltest du jetzt schon anfragen. Eine Kandidatur vier Wochen vor der Wahl macht keinen Sinn. Wichtig dabei: du solltest gut in der Stadt vernetzt sein, in den Vereinen und auch in der Partei. Mitglied werden mußt du nicht unbedingt, du kannst auch als parteilose Fellbächerin kandidieren, auch mit Behinderung und als Eingewanderte. Du kannst uns kennenlernen beim roten Salon, Weißwurstfrühstück oder unserer Weihnachtsfeier. Ansonsten sind unsere fünf Stadträtinnen immer ansprechbar. Das trifft auch auf den Vorstand zu.

Die Gemeinderatsliste der SPD hat 32 Plätze, so viel wie es Stadträtinnen gibt. Die Chancen gewählt zu werden, sind auf den vordersten Plätzen gegeben. Da wird es ein wenig Gerangel geben. Oder du machst es so wie Kreisrat Sebastian Bürkle: als auf Platz 32 Gesetzter auf Platz 1 vorgewählt zu werden. So was gibt es auch hin und wieder. Ich kann dir auch von mir sagen: das Amt des Stadrats ist mit viel Erfüllung verbunden.

Hektik

Typisches Stadtbild: in der linken Hand die Fluppe, in der rechten Hand das Klugfon und das Ganze während der Fortbewegung auf dem Gehweg und bei der Straßenüberquerung. So viel zum Thema Fußgängerinnen: immer bei Rot über die Ampel, auch wenn Autos vorbei fahren. Und reicht es nicht mehr zur Stadtbahn, wird gerannt in der Erwartung, daß jemand die Tür aufhält, was die Fahrerinnen zur Verzweiflung bringt, da es ihren Fahrplan zerhaut. Nein, einfach 10 Minuten zu warten, bis die nächste Bahn kommt, ist wohl undenkbar.

In Fellbach hatte ich es mehrfach erlebt, daß Autos bei Rot über die Fußgängerampel gefahren sind. Ohne Umsicht der Fußgängerinnen wäre da schon längst was passiert. Und einmal dachte ein Alkoholkranker, er müßte mich auf einer Rennfahrt zum Parkplatz des REWE in Schmiden über den Haufen fahren und gab dann mir noch die Schuld, nachdem glücklicherweise meine Schutzengel mich vor Schlimmen bewahrt haben.

Im Privatverkehr bin ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr unterwegs, weil ich die ständige Drängelei und Nötigung nicht mehr ertrage. Ich fordere deshalb im gesamten Stadtgebiet von Fellbach Verkehrskontrollen mit saftigen Strafen. Das wird auch unsere Stadtkasse sanieren.

Weltformel

Alle Autokraten lebenslänglich wegsperren. Dann gibt es keine Kriege mehr. Diese sind ja keine Naturkatastrophen, sondern von einer Handvoll alter weißer Männer verursacht und durchgeführt. Und die Vereinten Nationen haben sich beispielsweise in Ruanda und Bosnien nicht mit Ruhm bekleckert. Der Sicherheitsrat war verantwortlich für sämtliche Kriege nach 1945, die fast alle in den Kolonien stattfinden.

Weidel muß weg

Schwarzbraun hat bei der letzten Bundestagswahl eine satte Mehrheit von 50 % erzielt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Friedrich Merz seines Amtes enthoben und dann Jens Spahn Alice Weidel zur Reichskanzlerin ermächtigt. Um diese faschistische Regierung zu verhindern ist eine Kampagne vonnöten, bei der Weidel zum Rücktritt gezwungen werden muß. Weder eine italienische Melone, noch ein französischer Stift darf Deutschland in den Abgrund zwingen. Das Ganze kommt auch Putin zugute. Er unterstützt fleißig europaweit die rechten und linken Ränder, so daß -Überraschung- diese sich für den Zaren einsetzen. Das alles sind keine Parteien, sondern Unternehmen, die mit Haß und Rassismus Unmengen von Geld erwirtschaften. Also gehören sie entzaubert und vom Finanzamt erfaßt, genauso wie Scientology, was keine Kirche sondern ein Unternehmen ist.

Ungarn im Rathaus

Anläßlich 40 Jahre Partnerschaft mit Pecs gab es letzten Sonntag eine hockarätige Veranstaltung im Großen Saal des Fellbacher Rathauses. Mit einer Rede von Oberbürgermeisterin Gabriele Zull, die im Sommer mit zwei Stadträtinnen dorthin fahren wird. Der bekannteste Sohn dieser Metropole ist Victor Vasarely, der als Erwachsener nach Paris ausgewandert ist und sich dort den ungarischen Namen geändert hat. Er war ein Vorreiter der modernen Malerei mit seiner Op-Art (optische Kunst). Unter anderem gestaltete er das Plakat zur Olymiade in München 1972 oder das Logo des Kutschenherstellers Renault. Sehr beeindruckend, was diesr Künstler geschaffen hat. Es gibt auch ein Museum mit seinen Werken.

Da der Städtepartnerschaftsverein sich vor einem halben Jahr auflöste, war dies mehr oder weniger dessen Abschiedsveranstaltung. Es fand sich kein neuer Vorstand. Jedenfalls war dieser Verein sehr fleißig, Schade.

Landesvorsitzende SPD

Der Frühling ist da, ein sonniges Wetter und vier Genossen fuhren aus dem Rems-Murr-Kreis nach Vaihingen/Enz wo sich zwei Kandidatinnen zum neuen Landesvorsitzenden der Baden-Württemberger SPD vorstellten. Das Ganze in einer Scheune, alle Plätze waren belegt. Ein Gast kam extra aus Bayern. Es wurden Brezeln gereicht und Wasser aus Ensingen von nebenan bereitgestellt.

Robin Mesarosch (Sigmaringen, Alt-MdB) und Isabel Cademartori (MdB aus Mannheim) sprachen entspannt aus der Sicht vom Land und der Stadt. Sie wollen eine junge Doppelspitze bilden und werben dazu landauf-landab. Beide haben konkrete Ideen, die dem Land weiterhelfen. Sie reden frei und ohne Fehler. Er hat kein weißes Hemd mit offenem Kragen und ohne Krawatte an: ein weißes T-Shirt unter einem dunklen Sacko, sie ist ganz in Schwarz gekleidet. Drei Stunden lang stellten sie sich vor, ihre Visionen, die die Partei voranbringen. Dann griff der Landtagskandidat vor Ort ein und stellte Fragen, danach durfte das Publikum ran. Alle Anwesenden waren Genossinnen, deshalb eine entspannte Atmosphäre. Außer den beiden im Zweiergespann bewerben sich noch einzeln eine Frau und ein Mann und dann wird mensch auf dem kommenden Parteitag den Vorstand neu wählen.

Reparationszahlungen

Die SPD Fellbach möge beschließen: die Bundesregierung und die Europäische Union zahlt den Kolonien für das Leid von 500 Jahren Völkermord Entschädigungen. Nicht an Regierungen oder Nichtregierungsorganisationen, sondern als Mikrokredite an die Frauen vor Ort. Die Entwicklungshilfe der letzten 80 Jahren ist gescheitert. Wir müssen endlich die Natur in den Mittelpunkt stellen und nicht die Milliardärinnen und das Christentum, die den Kolonialismus weiterhin betreiben. Nur so wird ein Wohlstand erzeugt, der nachhaltig ist und uns allen zu Gute kommt. Soll heißen: nur durch Verzicht erhöht sich die Lebensqualität der Einzelnen bei uns und damit auch dort.

Neue Sendung

Freitag, 10. April 2026 von 9 bis 11 Uhr auf www.freies-radio.de: In der nächsten Galeere von Armin Fischer (Genosse amokfisch) ertönen alle Reden des Fellbacher Gemeinderats vom 10. März zum Haushalt 2026; ummantelt mit Musik von Miles Davis letzter Platte von 1991 (Doo Bop). Los geht es mit Martin Oettinger (Freie Wählerinnen/Freie Demokratinnen) gefolgt von Anja Off und Franz Plappert (CDU), danach Andreas Möhlmann (SPD), Beate Wörner (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Simone Lebherz und Jörg Schiller (Stadtmacherinnen). Das Ganze wurde aufgrund der Spardebatte vom Ende letzten Jahres vertagt. Mittlerweile haben alle den Haushalt verabschiedet, jede mit unguten Gefühlen.

Wir fuhren nach Berlin

Ganz auf den Spuren des VfB, der in Berlin 2025 nach langer Zeit den Kübel DfB-Pokal holte. Eine Gruppe 50 eingeschworener Genossinnen aus dem Rems-Murr-Kreis folgte dem Ruf der Nagolder Bundestagsabgeordneten für die SPD, Saskia Esken. Diese Dame war 9 Jahre Bundesvorsitzende der stolzen Partei.

Jede MdB kann pro Halbjahr über das Bundespresseamt 50 Menschen nach Berlin einladen. ICE-Fahrt, Übernachtung am Kudamm und Verpflegung sind in den 4 Tagen umsonst. Aus Fellbach waren wir sechs Teilnehmerinnen. Folgende Stationen: Bundestag, Arbeitsministerium, Denkmal für die ermordeten Jüdinnen, Südseitengalerie (ein Stück der verbliebenen ehemaligen Mauer von Künstlerinnen bemalt), Stasi-Knast Hohenschönhausen, Stadtrundfahrten. Ein volles Programm während zweier intensiven Tage in der Hauptstadt. Kater gab es zu keinem Augenblick angesichts unserer 5,5 % Für Saskia war es eine Gelegenheit, den lange im Bundestag verwaisten Wahlkreis Waiblingen wiederzubeleben, den sie seit einem Jahr betreut, nachdem dessen MdB Hermann Scheer (Buoch) schon lange verstorben war. Es gilt dabei, das Vakuum nach dem Solarpapst zu füllen.