Warum ich am Sonntag SPD wähle

Die Erststimme bekommt Bettina Süßmilch (SPD-Landtagskandidatin im Wahlkreis Waiblingen). Sie hat unter anderem eine Werkstatt für 60 Menschen mit kranker Seele gegründet und geleitet. Sie steht für die Ermächtigung von Menschen mit Beeinträchtigungen (behindert ist mensch nicht, sondern er wird behindert). Dafür kämpft sie schon ihr ganzes Leben. Und sie war sich nicht zu schade, in meine Radiosendung Galeere zu kommen, was ihr sichtlich Spaß gemacht hat.

Die Zweitstimme für die Sitzverteilung im Landtag bekommt Andreas Stoch, MdL. Er ist der Spitzenkandidat der SPD und der fähigste Politiker im Bundesland. Er war ein sehr erfolgreicher Kultusminister im ersten Kabinett Kretschmann und hat alle 70 Wahlkreise bereist, war in der Manufaktur in Schorndorf und zu einem Spaziergang am Kappelberg.

Am 8.3.26 ist dein Wahllokal von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wähle demokratisch und nur die, die schon im Landtag sind (von mir aus auch die Linke). Jede Stimme für die Kleinstparteien ist verschenkt, da die nie über die 5%-Prozent-Hürde kommen. Wenn du unsicher bist, gibt dir der Wahlomat Gewißheit: https://www.wahl-o-mat.de/ Möge mein Traum von Grünrotrosa Realität werden nach dem Motto der Adresse für diese Heimseite, auf der du gerade verweilst.

Friede für Fellbach

Dieses Weihnachten 2025 wünschen wir uns gegenseitig alle Frieden. Kein Mensch wagt seinem gegenüber den Krieg an den Hals. Im Zeichen des Kreuzes werden Menschen entweder versklavt oder befreit. Alles eine Folge des Kolonialismus, der noch lange nicht zu Ende ist. Rekordzahlen bei Flüchtlingen, Millionen Tote durch die Klimakatastrophe. Krieg überall, sogar in Europa.

Wenn wir die Autokraten lebenslänglich wegsperren haben sich diese Dinge erledigt. Das hört sich verwegen an, ist aber möglich, wenn die Vereinten Nationen durch ein Weltparlament (800 Sitze, jeder Abgeordneter demokratisch gewählt von je 10 Millionen Bürgerinnen) ersetzt werden, der Sicherheitsrat durch eine Weltregierung. Und sobald irgendwo ein Narzißt die Herrschaft antreten will, durch eine Weltarmee entfernt wird.

Triennale-Preisverleihung

Am vorletzten Tag wurden zwei Preise von Baubürgermeisterin Beatrice Soltys verliehen, in der Mitte der Alten Kelter, bevor zum Abschluß durch die Lotterie am Sonntag zum vierten Mal kostenloser Eintritt ermöglicht wurde. Nach vier Monaten und 7000 zahlende Besucherinnen ist diese 16. Triennale zu Ende, in drei Jahren kommt dann die 17. Triennale.

Der Preis, verliehen vom Kuratorium, ging an die Künstlergruppe Unbekannte Felder, die auf dem Planeten unterwegs waren und somit den Preis nicht entgegen nehmen konnten. Sie hatten in China aus radioaktivem Schlamm, der bei der Förderung von Seltenen Erden für Klugphons, Rechner und Autobatterien anfällt, drei unterschiedlich große Vasen geformt. Dieser Schlamm wird in einen See geleitet, der nur aus diesem Gift besteht und die Umgebung versaut.

Der Publikumspreis ging an das Kollektiv M + M. Sie haben Gottesanbeterinnen und Stabheuschrecken manipuliert und gefilmt. Sie stellen Bunker und Klubs gegeneinander. Wie so oft bei der Triennale Kleinplastik geht es dabei um das Überleben der Schöpfung.

Eröffnung 16. Triennale Kleinplastik

An der feierlichen Vernissage der bekanntesten Kunstschau in Fellbach, alle drei Jahre in der Alten Kelter, hat Oberbürgermeisterin Gabriele Zull (parteilos) einige Grußworte gesprochen. Das Zelt war im Mai rappelvoll. Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte 1980 unter dem damaligen Oberbürgermeister Friedrich-Wilhelm Kiel (FDP). Die eigentliche Rede hielt umrahmt von Cello und Geige der Kulturstaatssekretär Arne Braun (Bündnis 90/Die Grünen). Er war mal Chefredakteur beim Stuttgarter Stadtmagazin lift und zuletzt Pressesprecher von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (gleiche Partei). Danach ging es in die Halle zum Staunen vor um die 60 Objekten. Die Ausstellung geht bis Ende September 2025. Es empfiehlt sich eine Führung, um die Gedankengänge der Künstlerinnen zum Thema Habitate (Lebensräume) nachvollziehen zu können.

Hier der Kommentar einer Person/Roboter/künstlichen Intelligenz: Die Vernissage in Fellbach zeigt einmal mehr, wie lebendig die Kunstszene in der Region ist. Es ist beeindruckend, wie die Ausstellung seit 1980 gewachsen ist und Besucher aus aller Welt anzieht. Die Kombination aus Musik und Kunst schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Die Führungen bieten die Möglichkeit, die tiefgründigen Ideen der Künstlerinnen besser zu verstehen. Wie spiegelt sich das Thema “Habitate” in den verschiedenen Kunstwerken wider?

Kuratorin Doktorin Claudia Emmert (Direktorin Kunstmuseum Bonn) führte eine Gruppe von ehemaligen Stadträtinnen durch die Ausstellung. In den zwei Stunden erkannte sie sofort jeweils Kunstwerk und Künstlerin. Mit ihrer fröhlichen und souveränen Art machte sie ihre Botschaft klar: die einzelnen Menschen zerstören langsam aber eindeutig den Planeten.

Initiative Nachhaltigkeit

Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Fellbacherinnen, die sich regelmäßig im Rathaus trifft, geleitet von der stellvertretenden Amtsleiterin für Soziales und Teilhabe, Michaela Gamsjäger. Das Ganze ist aus der Redaktionsgruppe Weltwochen hervorgegangen, von Birgit Held aus dem Rathaus koordiniert. Die Weltwochen haben bis jetzt fünfmal mit zwei Jahren Abstand stattgefunden. Alle fünf Male hat Fellbach wegen eines hervorragenden Programms den ersten Preis bei den Mittelstädten bis 50.000 Einwohnerinnen geholt. Der Wettbewerb Meine.Deine.Eine Welt war in ganz Baden-Württemberg und von der landeseigenen Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit (SEZ) durchgeführt.

Es geht hier in erster Linie um die Verwirklichung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs: sustainable development goals) der Vereinten Nationen, die bis 2030 weltweit umgesetzt werden sollen und die Erklärung zur Gerechthandelsstadt (Fair Trade Town). Beides hat der Fellbacher Gemeinderat verabschiedet. Vertreten bei der Intitiative sind der Weltladen, der CVJM, die Kirche, Stadträtinnen und weitere Aktivistinnen. Wenn dich das Ganze begeistert, kannst du dich uns anschließen, wir sind offen für neue Mitstreiterinnen.

Gscheidles

Am 12. Januar 2023 gastierten erneut Alois und Elsbeth Gscheidle im Haus der Rosen beim Rosenmeister und Stadtrat der Freien Wählerinnen Peter Schwarzkopf (Fellbacher Schnittrosen). Das Paar steht schon seit 30 Jahren zusammen auf der Kleinkunstbühne. Das Markenzeichen der Schmidenerin Elsbeth ist der Haarknopf an der Stirn. Das Bühnenpaar hat auch zwei Jugendliche mitgebracht. Deshalb auch der Titel des aktuellen Programms “Alt ond Jong zamma”. Es gab eine Büttenrede ihrer “Tochter” und eine abartige Rechnung ihres “Sohnes”. Dann im eigentlichen Programm liefen die Alten zur Hochfom auf, derb und frivol. Es wurde nur Schwäbisch geredet und mensch verstand alles. Bauerntheater der hohen Kunst. Einige Einfälle waren Klasse, es gab genug zu lachen. Nur mit den Akademikerinnen haben sie es nicht so, obwohl sie die Gscheidles sind… http://www.fellbacher-schnittrosen.de

Stadtklima

Fellbach, 25. November 2021 Antrag DER LINKEN 1/2021
Der Gemeinderat möge beschließen:
1. Die Stadt Fellbach richtet 3 (drei) Stadterneuerungsgebiete ein und beantragt zu dem städtebaulichen Verfahren fußend auf der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt und den darauf beruhenden Prozessen Mittel des Bundes gem. Art. 104 b GG, §§ 136 ff, 164 a BauGB.
2. Diese 3 Gebiete innerhalb der Stadt Fellbach, weil stadtklimatisch
sanierungsbedürftig, sind der Bereich
Stuttgarter Strasse/Höhenstraße/Esslinger Straße und der Bereich
Stuttgarter/Schorndorfer Straße/Bühlstraße sowie das Gebiet um die Ringstraße.
3. Jegliche Versiegelung der überaus wertvollen Lössböden in Fellbach muss ab sofort verhindert werden. Der Schutz des wertvollsten Ackerbodens Deutschlands hat absoluten Vorrang vor jeglicher Gewerbeansiedlung oder Wohnungsbau.
4. Diese finden nur noch auf bereits versiegelter Fläche statt, sofern nicht aus städteklimatischer Sicht eine Entsiegelung erfolgen muß.

Begründung
Die Klimakatastrophe schreitet unaufhaltsam voran. Es ist endlich Zeit umzusteuern und die vorhandenen Instrumente auch zweckgerichtet einzusetzen. Liebgewordene Gewohnheiten müssen in Frage gestellt
und im Zweifel ersetzt werden, um die Lebensqualität zu erhöhen bzw. auch in 20 Jahren noch zu erhalten.
Die 3 unter Punkt 2 aufgeführten Gebiete sind dringend sanierungsbedürftig.
Wichtig ist der Erhalt von Klimaschutzflächen, die Anpassung der Baukörperstellungen bei Neubauten, damit nicht die Frischluftzufuhr be- und verhindert wird. Unverzichtbar ist die Begrünung und die Verschattung von Straßen und Plätzen und Entsiegelungsmaßnahmen, sowie die Dach- und Fassadenbegrünung, der Bau von Zisternen und die Pflanzung von Bäumen, insbesondere nicht heimischer Arten, die besser mit dem veränderten Stadtklima zurecht kommen.
Weiter sind in den neu entstehenden Grüngebieten und an Straßen und Plätzen auch genügend Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bevölkerung zu schaffen und Trinkwasserbrunnen zu bohren. Als Beispiel dafür kann die Stadt Zürich dienen, wo an jeder Grünfläche und an vielen Plätzen und Straßen in der Innenstadt Trinkwasserbrunnen errichtet wurden.

Antwort aus dem Rathaus:

Nach der avisierten kurzfristigen Beendigung der Sanierungsgebiete Eisenbahnstraße und Schmerstraße/Weimerstraße hat die Stadt Fellbach derzeit mit der Vorderen Straße noch ein aktives Sanierungsgebiet, das für Städtebauförderung zur Verfügung steht.
Im Zuge des Fellbacher IBA-Projekts ist mit dem Fördermittelgeber besprochen worden, dass die Beantragung eines zweiten Sanierungsgebiets im IBA-Gebiet (zwischen Stuttgarter Straße, Höhenstraße und Esslinger Straße) gute Chancen auf Bewilligung habe, auch wenn das tatsächliche Umfassungsgebiet deutlich kleiner als das IBA-Gebiet sein wird. Das Thema stadtklimatische Sanierungsbedürftigkeit wird auch im gesamten IBA-Projekt aufgegriffen und unabhängig von der Ausweisung von Stadterneuerungsgebieten aktiv bearbeitet.
Darüber hinaus prüft die Stadtverwaltung derzeit, ob sich für den Stadtteil Oeffingen die Beantragung eines Sanierungsgebietes lohnen könnte.
Die Beantragung von Städtebauförderungsmittel für weitere Gebiete ist aus mehreren Gründen kritisch zu sehen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Fördermittelgeber mehr als drei Gebiete gleichzeitig in einer Kommune wie Fellbach anerkennen wird.

Anders als die überwiegende Zahl der Kommunen im urbanen Verdichtungsraum hat Fellbach sich in den vergangenen Jahrzehnten fast ausschließlich auf die Nachverdichtung des Innenbereichs konzentriert und entsprechende Potenziale sukzessive ausgeschöpft, um den wertvollen Außenbereich trotz immer größer werdenden Drucks zu schützen. Eine mögliche Inanspruchnahme von Flächen im Außenbereich ist derzeit allenfalls in geringem Umfang absehbar und ausschließlich dort, wo die
verfügbaren Bestandsflächen trotz aller Bemühungen (Bsp.: geplanter Neubau Kinderhaus Pfiffikus auf einer bereits versiegelten Fläche) keine andere Wahl lassen. Eine Versiegelung von Flächen gänzlich auszuschließen, dürfte aber zu weitgehend sein; es wird empfohlen, hiervon abzusehen.


Dritte Haushaltsrede Text

Liebe Kolleg*innen, zuerst einmal herzlichen Dank für den unermüdlichen Einsatz des Rathauses, besonders in diesem zweiten Corona-Jahr. Die ein oder andere hat das an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Der Virus, der auf dem gesamten Planeten schon Millionen Menschen getötet hat, zeigt uns die Zukunft mit der Klimakatastrophe auf, die ebenso Millionen Tote verursachen wird. Der Mensch hat sich über die Natur gestellt, statt sie zu bewahren. Hier ist ein Umdenken vonnöten. Wie können wir von den Ureinwohner*innen lernen, die sich nicht über die Tiere und Pflanzen stellen, sondern mit der Natur und nicht gegen sie leben? Nicht die Natur braucht uns, sondern wir brauchen die Natur.  

Nun, was kann die Einzelne tun? Es ist unmöglich, die Gesellschaft zu verändern, das einzige was geht, ist sich selbst zu ändern, und das ist schon eine große Herausforderung. In der Werbebranche wird immer wieder die Macht der Verbraucher*in beschworen. Nur ein geändertes Einkaufsverhalten allein bringt die Konzerne nicht zum Nachdenken. Es macht keinerlei Sinn, bei den Billigheimern einzukaufen. Billig können wir uns nicht leisten. Entweder leidet in diesen Fällen die Käufer*in unter dem Produkt oder die Erzeuger*in, oder beide. Und den Familien, die hinter den Billig-Supermärkten stecken, haben die Verbraucher*innen während Corona Milliarden von Euro zusätzlich in den Geldbeutel gespült. Im Grunde ist dies eine Enteignung der Armen. Trotz allem: ich habe kein Auto und kein Fahrrad, erledige meine Einkäufe zu Fuß und mit dem Bus. Ja, ich habe einen Jahresverbundpaß, mit dem ich jeden Tag zur Arbeit fahre. Ich fliege nicht in den Urlaub, esse keine Tiere, halte auch keine zu Hause und trinke keinen Alkohol, was natürlich in unserer Weinstadt eine Provokation ist.  

Ich bin doppelt geimpft und lege das Jeder nahe. Die Impfgegner*innen haben Gründe, sich nicht zu impfen, nur wird das in der Gegenwart hinfällig. Ich wünsche niemandem, den Virus zu bekommen. Trotz aller heftigen Nebenwirkungen beim Impfen, die vereinzelt vorkommen. Natürlich reicht es nicht aus, die Informationen aus dem Netz zu ziehen. Nein, dafür haben wir unser Fernsehen, Radio und Zeitungen, die größtenteils professionell arbeiten, was die Angstmacher*innen im Netz nicht tun, von einigen Ausnahmen abgesehen. Die asozialen Medien sind da auch nicht hilfreich, im Gegenteil.  

Ich will hier niemanden Umerziehen. Es ist schon ein Fortschritt, einmal auf ein Schnitzel zu verzichten und gekochtes Gemüse zu essen, das auch lecker ist. Einmal nicht mit dem Auto zum Briefkasten zu fahren, sondern dies zu Fuß zu erledigen. Unsere Nachfahr*innen sind dafür dankbar, wenn ein wertvoller Rohstoff, der Millionen Jahre zur Entstehung gebraucht hat, nicht mehr blind in die Luft geblasen wird, sondern erhalten wird. Damit auch unsere Kindeskinder noch etwas vom Erdöl haben und es weniger Kriege im Nahen Osten gibt. Ich danke für die Aufmerksamkeit.  

Armin Fischer (DIE LINKE) Stadtrat in Fellbach 0711/9065029