Unabhängigkeitstag Kosovo

Zum 18. Mal jährte sich die Abspaltung von Serbien. Der albanische Kulturverein feiert dies jedes Jahr in Schmiden, jüngst in der prallvollen Festhalle in Oeffingen. Ein Vertreter der Landesregierug, Siegfred Lorek, CDU MdL aus Winnenden und Staatsstekretär für Flüchtlinge hielt eine Rede. Er hat vor Kurzem den Kosovo bereist. Als Beitrag weiterhin konnte mensch drei Tanzgruppen bewundern in der landesüblichen Tracht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Danach dann Sängerinnen in Begleitung von Musik aus der Konserve, geprägt von den Osmaninnen. Die Anwesenden tanzten dazu. Die allermeisten dieser Menschen stammen aus der Wirtschaftsmetropole Suhareke, mit 50.000 Einwohnerinnen im zentralen Amselfeld. Und nicht zu vergessen: der Kosovo hat die demokratischste Regierung im Balkan. Der Ministerpräsident Albin Kurti ist ein Linker, die Staatspräsidentin eine Pazifistin. Also kein Autokrat weit und breit.

Mach dir selbst ein Bild davon, zum nächsten Festari gibt es wieder eine Reise mit dem Flugzeug ab Stuttgart über die Hauptstadt Prishtina, zwei Flugstunden. Dann Besuch des Fellbach-Hauses und viele interessante Eindrucke in diesem Land mit seinen beeindruckenden Bürgerinnen. Wenn du Interesse gefunden hast, melde dich bei mir. Dann erkläre ich dir alles Weitere.

Neujahrsempfang 2026

Die Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hatte gerufen und es kamen 1000 Menschen in die Schwabenlandhalle. Ein Jahreshöhepunkt gleich nach dem Fellbacher Herbst. Der Empfang wie beim Herbst fiel aus. Früher gab es eine lange Schlange und die Bürgerinnen wurden einzeln nacheinander begrüßt. Martin Zull ist ja verstorben, der da immer einen großen Anteil hatte, so ließ seine Gattin die Zeremonie ausfallen. Im Hölderlinsaal wurden erstmal alle Honoratioren begrüßt. Unter anderen der Landrat und drei Landtagsabgeordnete. Die Landtagswahl war für Frau Zull kein Thema. Künstlerische Darbietungen gab es vom Jungen Chor des Philharmonischen Chors und den Balletkindern des TSV Schmiden. Der Leiter des ungarischen Kulturinstituts Franz Liszt, Doktor Deszö Szabo glänzte als Hauptredner mit einer Präsentation mit viel Humor und Tiefgang. Die Partnerschaft mit Pecs geht ins 40e Jahr, ein Grund mehr den Organisator von Kunst, Jazz, Klassik, Lesungen, Diskussionen einzuladen. Dann wurden noch die obligatorischen Ehrenplaketten an herausragende Bürgerinnen verteilt. Und im Nachgang fanden anregende Gespräch in der Vorhalle statt zu Wein und Brezeln.

Kultur

Fellbach hat eine einzigartige, wunderbare, vielfältige Kulturlandschaft. Abgesehen vom Wein möchte ich an erster Stelle das Kulturamt von Maja Heidenreich erwähnen mit Stadtmuseum (Ursula Teutrine), Galerie der Stadt (Doktor Heribert Sautter) und zahlreichen Theatergastspielen in der Schwabenlandhalle. Hinzu kommen viele weitere Angebote und die alle drei Jahre wechselnde Triennale Kleinplastik, der Mörike-Preis und Europäische Kultursommer. Die Kulturgemeinschaft unter Führung von Christa Linsenmaier-Wolf legt auch auf allen Kulturgebieten einiges nach. Der Kunstverein glänzt mit seinen Künstlerinnen unter Tina Matsen mit Kunststückle und eigenem Keller. Bernd Kuhn leitet das Kunstwerk, der Ateliergemeinschaft mit seiner speziellen Galerie. In Oeffingen angesiedelt ist der Besinnungsweg mit epochalen tonnenschweren Kunstwerken geschaffen von kreativen Menschen mit Weltrang (geleitet von Paul Rothwein). Und in Schmiden haben wir die Kultour unter Pianist Kai Müller, hier wird der Hauptstrom bedient. Dann gibt es noch die Musikschule unter Matthias Kuch, die Stadtkapelle mit Florian Ladenburger und zahlreiche weitere Musikgruppen und viele Chöre. Und es gibt noch viel, viel mehr in der Kappelbergstadt. Alle Menschen, die hier leben und nicht genannt wurden, sind genauso wichtig wie die Vorsitzenden.

Die wenig beschwingenden Zahlen zum Fellbacher Haushalt 2024 sind nun öffentlich. Es soll keinen finanziellen Kahlschlag bei der Kultur in der Stadt geben. Die SPD wird dies zu verhindern wissen. Drei Jahre Schweiß floß in die neue Vereinsförderrichtlinie um die unterschiedlichen Vereine einigermaßen gerecht von der Stadt aus mit zu finanzieren. Nicht nur der Hochleistungs- sondern auch der Breitensport muß ohne Einbußen gefördert werden. Die SPD setzt sich für die Wirtschaft, Religionen, Soziales, Ökologie und nicht zuletzt die Kultur ein. Letztere hat es recht schwer, da sie nur mit staatlichen und privaten Zuschüssen handlungsfähig ist. Und sie ist ein wichtiger Standortfaktor für Arbeitsplätze. Ohne sie sähe es düster aus. Nein, hier wird gesungen, musiziert, gelacht, gemalt, gemeißelt, gedreht, inszeniert, rezitiert, geschrieben. Angesichts der Flaute auf dem Baumarkt und der damit verbundenen Wohnungsnot ist es dringend geboten, die Pflanze Kultur nicht umzumähen. Unsere vielen tollen Vereine zusammen erhöhen die Lebensqualität als Alternative zur Glotze, die zugegebenermaßen Sender wie arte, 3sat und Phoenix hervorgebracht hat.

Blitzer

Die Basketball-Herren des Sportvereins Fellbach sind in der letzten Saison in die zweite Bundesliga aufgestiegen. Allesamt Einwanderer und zwei Deutsche. Das erste Heimspiel in der neuen Saison in der ersten Gauäcker-Halle gegen Leitershofen ging mit 66:88 verloren. Die Gäste starteten mit 16:0 durch bevor Fellbach aufwachte. Während des gesamten Spiels rannten sie hinterher und hatten keinen Hauch einer Chance. Am Spielfeldrand wirbelten um die zwanzig schwarzgekleidete Mädchen mit roten Haarschleifen als Begrüßungsführerinnen. Immer wenn der Gegner angriff wurde laut das englische Wort für Verteidigung gerufen. Ach ja und das erste Auswärtsspiel danach ging für Fellbach 76:65 aus (gegen Speyer). Am Sonntag 8.10.23 ist dann Breitengüßbach 17:30 Uhr zu Gast. Nach dem fulminanten ersten Weltmeistertitel der deutschen Basketballmannschaft haben auch die lokalen Akteure mehr Aufmerksamkeit verdient. Das hat auch mit Ermächtigung zu tun, die aus der Bürgerrechtsbewegung stammt. Jedenfalls ist Basketball nicht so brutal wie Fußball oder Eishockey. http://www.flashers.de

Besinnungsweg

Der befindet sich am östlichen Ortsrand von Oeffingen hinaus zu den Feldern. Der Unternehmer Paul Rothwein (25 Jahre CDU-Stadtrat) hatte gemeinsam mit Oberbürgermeister Friedrich-Wilhelm Kiel (FDP) 1980 die Idee gehabt, epochale Kunstwerke auf die Äcker zu stellen. Alle Objekte wurden bei bedeutenden Weltkünstlerinnen in Auftrag gegeben. Mensch hatte sich Kunstschaffende herausgesucht, die an der Biennale Venedig oder der Documenta Kassel beteiligt waren. Im Falle von Oeffingen kamen fast nur tonnenschwere Plastiken heraus, sehr unterschiedlich in der Gestaltung, aber alle beeindruckend groß und zum Nachdenken anregend. Der gesamte Fußweg von und zu den Skulpturen beträgt 4 Kilometer. Getragen wird das Ganze von einem Förderverein. http://www.besinnungsweg-fellbach.de

Kunststückle

Hierbei handelt es sich um ein brachliegendes Stück Acker, das im Besitz vom Pflanzen Kölle und der Gärtnerei Welz ist und dem Kunstverein überlassen wurde, das ist mittlerweile 4 Jahre her. Dort steht ein Bauwagen, eine Bühne, Sitze, Riesige Planen mit Kunswerken von bedeutenden Fellbacher Künstlerinnen. Und der Mount Öschbach, ein Hügel, auf dem in Sand gemeißelte Gesichter dreier Oberbürgermeister und von Birgit Held sind, die bis vor Kurzem Stadtteilleiterin für Schmiden und Oeffingen war und unter anderem auch der Kopf hinter den Weltwochen war. Das Ganze ist dem Mount Rushmore nachempfunden, wo vier Präsidenten der Vereinigten Staaten hineingemeißelt sind und gestaltet von Peter Heindorff. Die neue Saison wurde von einem wunderbaren Folk-Duo eröffnet, eine Delegation aus Suhareke mit Kulturamtsleiterin und vier Künstlern aus dem Fellbach-Haus verbrachte an diesem lauen Frühlingsabend ihren letzten Besuch vor dem Abflug zurück in den Kosovo. Das Grundstück befindet sich an der Stadtbahnlinie U1 zwischen den Haltestellen Esslinger Straße und Schwabenlandhalle, nördlich des Jugendhauses und der Boccia-Bahn.