Für Oberbürgermeisterin Gabriele Zull ist dieses Erntedankfest der Jahreshöhepunkt. Also mehr als Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Von ihr stammt wieder der Spruch zum Festival: “Neue Köpfe fürs Land, neuer Wein fürs Leben. Fellbach feiern, Zukunft geben!” Erwartet werden 250.000 Menschen bei den Schaustellerinnen und beim Umzug Morgen von der Neuen Kelter zur Schwabenlandhalle. Dort die mit Spannung erwartete Rede von Frau Zull, anschließend ein Empfang für geladene Gäste innen. Es folgt das Partneressen mit Stadträtinnen und Delegationen der Partnerstädte. Auch das Fellbachhaus kommt aus Suhareke im Kosovo. Viele Menschen in Fellbach stammen aus dieser Stadt, die jetzt aber endlich vom Zustand der Freundschaft zur Partnerstadt wechseln soll. Ebenso ist Ciriati in Kalabrien dringend die Partnerschaft zu verordnen. Der Bundesvorsitzende der Linkspartei, Luigi Pantisano MdB, stammt von dort und er hat in Fellbach Bauzeichner gelernt. Ein neuer Kopf, ebenso wie Cem Özdemir, der wohl noch nie in Fellbach war. Meine ehemaligen Parteifreundinnen aus der grünen Fraktion mögen mich korrigieren. Am Sonntag ist verkaufsoffen der Nord-Süd-Tangente entlang. Selbst die CDU traut sich auf die Piste mit einem Info-Stand.
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Zwei Gemälde vom Genossen amokfisch

Wir laden am Donnerstag, dem 1. Oktober 2026 um 19 Uhr zur Ausstellungseröffnung unserer Jubiläumsausstellung, 40 Jahre KunstvereinT in die städtische Galerie Fellbach ein (am Rathaus, Marktplatz 1).
35 Künstlerinnen zeigen Werke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Zeichnung und Skulptur. Vom Genossen amokfisch hängen “Manu Dibango” weiß auf schwarze Pappe, 1985 und Multiversum 2, Acryl auf Papier, 2011.
Die Stadt Fellbach und der Kunstverein freuen sich auf viele interessierte Besucher. Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr.
Musikverein Alfdorf
Nachdem Cornelius Häfele von den Altpietistinnen aus Gormadingen predigte, kam beim Straßenfest in Alfdorf deren Musikverein zum Zuge. Sonntag mittag, alles flutschte. Überdachte Schrannen, Essen und Trinken bis zum Abwinken. Die Bewirtung durch die Angehörigen der Musikerinnen war vorbildlich. Ich selbst habe 7 Jahre in Alfdorf gewohnt, dort war die Anbindung zur SPD überwältigend.
Und es legt sich der Vergleich mit der Stadtkapelle Fellbach nahe, die immer das gleiche Stück zum gleichen Tanz beim Fellbacher Herbst praktiziert. Aber der Oberspaßvogel und Sprecher der Fellbacherinnen ist durch die Musikantinnen in Alfdorf nicht zu übertreffen. Florian Ladenburger ist auch eine Hälfte des Komikerduos Woody und Flo, bereits sechsmal zu Gast in meiner Galeere im Radio.
Das Spektrum der Musikvereine ist groß. Gassenhauer werden gefolgt von Marschmusik, Polkas, Popstücke. Es geht bis zum Soul. Der Jazz ist hier Fehlanzeige.
KunstWerk im Radio
Gestern früh zuerst im Radio. Hermann und Aline mußten absagen, so daß ich mit Dieter alleine die Sendung bestritt. Also der halbe Vorstand. Meine Wunschtitel waren Miles Davis Mystery. Mit diesem Stück eröffne ich immer die Galeere, bei der ich der Steuermann bin und die in die Kolonien hinausrudert. Und Laguna Veneta vom Henri Texier Azur Quintet, Filmmusik von Bernard Hermann und Zbigniew Preisner. Von Dieter stammten Musikwünsche wie Sex Machine von James Brown. Den hat er mehrmals noch erlebt. Und zum Schluß die Rhapsody in Blue von George Gerswhin. Und dazwischen den Feuervogel von Igor Strawinsky.
Hier die Vorstellung von Hermann Pflüger, erster Vorsitzender: Ich mache täglich 2 Stunden Sport, arbeite 3 Stunden in meinem Atelier als bildender Künstler und arbeite 3 Stunden an meinen Forschungsprojekten (Zusammenwirken von Geisteswissenschaften mit der Informatik). Für ihn haben wir Time von Pink Floyd und Stan Getz gespielt.
Kunst ist ein gesellschaftliches Phänomen: Damit Kunstwerk Kunst ist brauchte drei Akteure die Künstler, die Kunstwerke erschaffen, die Gesellschaft oder ein Teil davon, der die Kunstwerke als Kunst wertschätzen und Institutionen, die Arbeiten der Künstler zur Gesellschaft bringen. Zu den letzteren gehört das KunstWerk Fellbach. Jedes Jahr stellen mehr als 30 Künstler in der Galerie ihre Arbeiten vor, und mehr als 500 Leute besuchen jährlich die Ausstellungen.
Dann noch die Vorstellung unserer Schriftführerin Aline: Ich bin Aline Barge, autodidaktische Künstlerin und lebe und arbeite in der Region Stuttgart. Ursprünglich komme ich aus Frankreich – und wahrscheinlich erklärt das schon ein bisschen meine Liebe zu Farbe, Licht und Bewegung.
Ich male vor allem expressive figurative Arbeiten: Stadtbilder, Szenen aus dem Alltag und Porträts. Dabei interessieren mich besonders die kleinen Momente, die man im Vorübergehen erlebt – ein Lichtreflex, eine Bewegung, eine Begegnung oder eine Stimmung. Meine Inspiration kommt viel vom Reisen und von unterschiedlichen Kulturen. Deshalb finden sich in meinen Arbeiten ganz unterschiedliche Orte und Eindrücke wieder – von Stuttgart und anderen europäischen Städten bis hin zu Motiven aus Asien. Neben der Malerei gehört auch Urban Sketching zu meiner künstlerischen Praxis.
Ich bin seit Ende 2024 im KunstWerk Fellbach aktiv und freue mich sehr, jetzt auch Verantwortung im Vorstand zu übernehmen. Besonders wichtig ist mir dabei, dass Kunst nicht nur im Atelier stattfindet, sondern dass wir als Verein sichtbar sind, miteinander arbeiten und einen lebendigen Ort für unterschiedliche künstlerische Positionen schaffen.
Und weil Musik für mich zum Malen dazugehört, habe ich fünf Stücke ausgewählt, die jeweils eine andere Seite von mir zeigen: Erinnerungen an Frankreich und meine Studienzeit, Musik zum Malen, ein bisschen Sommer und Leichtigkeit – und auch die Erinnerung daran, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht jedem „Hype“ folgen zu müssen.
Lindsey Stirling – Carol of the Bells: Ein Stück, das ich sehr gerne beim Malen höre – treibend, rhythmisch und mit einer ganz eigenen Energie. Indochine – L’Aventurier: Großer Hit aus Frankreich aus meiner Studienzeit – Party, persönliche Erinnerungen und der „Abenteurer“, der sich mit asiatischen Akzenten auf eine Reise begibt. twenty one pilots – The Hype: ich mag den Gedanken, dass man als Künstler nicht ständig dem folgen sollte, was gerade Aufmerksamkeit bekommt, sondern seinen eigenen Weg finden muss. Bleu Soleil x Luiza – Soleil Bleu: Ein französischer Song, den ich erst kürzlich entdeckt habe – Sommerfeeling, Leichtigkeit – höre ich gerne beim Malen. Sam Smith – Like I Can: Ein Song, den ich wegen seiner emotionalen, leicht melancholischen Stimmung mag – eine andere, ruhigere Seite meiner Playlist.
Dank an den gesamten Vorstand, alle haben mitgemacht, entweder in Studio 1 oder am Rechner. Wir schauen dann, ob wir eine neue Sendung mit allen 4 zusammenbekommen. Einen Mitschnitt bekommst du über mich. https://kunstwerkfellbach.gallery/
Besinnungsweg Mitgliederversammlung
Vergangenen Freitag leitete Paul Rothwein (CDU) zum letzten Mal die Versammlung im Oeffinger Gemeindehaus. Er trat als erster Vorsitzender ab und hat gleich mit einer dicken Überraschung weitergeleitet. Der Oeffinger Gartenbauunternehmer und Stimmenkönig im Gemeinderat, Jörg Schiller (ehemals CDU, jetzt Stadtmacher) übernahm das Zepter. Als Paul vor 19 Jahren erster Vorsitzender des Besinnungswegs wurde, mußte er sich zuerst in das Thema Skulpturen einarbeiten. Und er wurde zum Übervater und Experte. Sein Bauunternehmen war immer zur Stelle. So konnten teilweise gigantische Kunstwerke eingeweiht werden.
Oberbürgermeisterin Gabriele Zull sprach ein wie immer launiges Grußwort. Das Erste, was sie von Fellbach aus dem Blick von Göppingen wahrnahm, war der Besinnungsweg. Die beiden Ortstheologen Pfarrer Markus Eckert und Diakon Martin Wunram waren ebenfalls gekommen. Und Ruth Lemaire (SPD). Und natürlich Doktor Heribert Sautter von der Galerie der Stadt Fellbach, der bei jeder Station die Kontakte zu den Weltkünstlerinnen herstellte und auch immer fleißig mit Rat und Tat zur Seite stand.
49. Fiesta International
Na also, geht doch. Knapp 20 Nationalitäten feierten zusammen ein Fest ohne Animositäten. Das Ganze in Fellbach auf dem Guntram-Palm-Platz vor der Schwabenlandhalle. Essen und Trinken bis zum Abwinken, von den Einwandererinnenvereinen liebevoll zubereitet und ausgeschenkt. Dazu eine Bühne mit Darbietungen von Tänzen und Musik. Passend zur gegenwärtigen Hitzewelle. Hervorragend die Tänze aus dem Kosovo mit rot, weiß und schwarzen Trachten.
Oberbürgermeisterin Gabriele Zull gab wieder ihren Segen zur Eröffnung. Für sie ist es das zweitwichtigste Fest in Fellbach nach dem Erntedank-Herbst. Selbst das PLEKS war mit einem Zelt vertreten. Es ist dies ein Landeszentrum für Flüchtlinge, angesiedelt in Fellbach in Rufweite zum KunstWerk. Federführend bei der Gründung der Fiesta war seinerzeit Winfried Bauer, der mittlerweile die Bewegung für Demokratie und Vielfalt anführt.
Ausstellungen im KunstWerk
Jeden Monat gibt es eine neue Ausstellung in der zweitgrößten Galerie in Fellbach. Es sind meist Mitglieder des Vereins und Gäste. In der Regel drei Künstlerinnen pro Ausstellung. Freitags 19 Uhr sind die Vernissagen mit Begrüßung durch den Vorstand, einer kunstgeschichtlichen Einführung, Musik und natürlich Sekt und Häppchen. In den drei Wochenenden darauf ist die Schau samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geffnet. Die Künstlerinnen sind anwesend und stellen sich den Fragen der Besucherinnen. Die Bilder sind selbstverständlich käuflich zu erwerben. https://kunstwerkfellbach.gallery/
Neuer Vorstand KunstWerk

Gewählt am 9.6.26 für eine Amtsperiode von 2 Jahren in der Galerie: (von links nach rechts) 1. Vorsitzender Hermann Pflüger, Schriftführerin Aline Barge, 2. Vorsitzender Armin Fischer, Ausstellungsbetreuer Dieter Brenner.
Im Beirat (beratend und ohne Stimmrecht): Anita Dietrich, Brunhilde Sauer-Baur, Gudula Gyarmati (Kasse), Rosemarie Auchter-Ries, Gülten Aysel.
Ungarn im Rathaus
Anläßlich 40 Jahre Partnerschaft mit Pecs gab es letzten Sonntag eine hockarätige Veranstaltung im Großen Saal des Fellbacher Rathauses. Mit einer Rede von Oberbürgermeisterin Gabriele Zull, die im Sommer mit zwei Stadträtinnen dorthin fahren wird. Der bekannteste Sohn dieser Metropole ist Victor Vasarely, der als Erwachsener nach Paris ausgewandert ist und sich dort den ungarischen Namen geändert hat. Er war ein Vorreiter der modernen Malerei mit seiner Op-Art (optische Kunst). Unter anderem gestaltete er das Plakat zur Olymiade in München 1972 oder das Logo des Kutschenherstellers Renault. Sehr beeindruckend, was diesr Künstler geschaffen hat. Es gibt auch ein Museum mit seinen Werken.
Da der Städtepartnerschaftsverein sich vor einem halben Jahr auflöste, war dies mehr oder weniger dessen Abschiedsveranstaltung. Es fand sich kein neuer Vorstand. Jedenfalls war dieser Verein sehr fleißig, Schade.
Unabhängigkeitstag Kosovo
Zum 18. Mal jährte sich die Abspaltung von Serbien. Der albanische Kulturverein feiert dies jedes Jahr in Schmiden, jüngst in der prallvollen Festhalle in Oeffingen. Ein Vertreter der Landesregierug, Siegfred Lorek, CDU MdL aus Winnenden und Staatsstekretär für Flüchtlinge hielt eine Rede. Er hat vor Kurzem den Kosovo bereist. Als Beitrag weiterhin konnte mensch drei Tanzgruppen bewundern in der landesüblichen Tracht: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Danach dann Sängerinnen in Begleitung von Musik aus der Konserve, geprägt von den Osmaninnen. Die Anwesenden tanzten dazu. Die allermeisten dieser Menschen stammen aus der Wirtschaftsmetropole Suhareke, mit 50.000 Einwohnerinnen im zentralen Amselfeld. Und nicht zu vergessen: der Kosovo hat die demokratischste Regierung im Balkan. Der Ministerpräsident Albin Kurti ist ein Linker, die Staatspräsidentin eine Pazifistin. Also kein Autokrat weit und breit.
Mach dir selbst ein Bild davon, zum nächsten Festari gibt es wieder eine Reise mit dem Flugzeug ab Stuttgart über die Hauptstadt Prishtina, zwei Flugstunden. Dann Besuch des Fellbach-Hauses und viele interessante Eindrucke in diesem Land mit seinen beeindruckenden Bürgerinnen. Wenn du Interesse gefunden hast, melde dich bei mir. Dann erkläre ich dir alles Weitere.