Vorstandsvorsitzender

Hiermit bewerbe ich mich, Künstlername Genosse amokfisch, als erster Vorsitzender des KunstWerk eV Fellbach. In den vergangenen zwei Jahren als zweiter Vorsitzender ist mir der Verein sehr ans Herz gewachsen, durch meine Pressearbeit bin ich den Menschen dort nahe gekommen.

Mein Regierungsprogramm: monatlich Vorstandssitzungen oft mit Beirat und monatlich Jour Fixe, wo alle Mitglieder unangemeldet teilnehmen können. Nach meinen 5 Jahren als Stadtrat in Fellbach habe ich gute Kontakte in die Zivilgesellschaft und ins Rathaus. So bin ich Mitglied bei der Kulturgemeinschaft Fellbach, Kunstverein, Besinnungsweg. Mit dem neuen Vorstand möchte ich einen Redaktionsbesuch bei der Fellbacher Zeitung und in meiner Sendung „die Galeere“ im Freien Radio für Stuttgart absolvieren, deren Hafen im Übrigen im Kunstwerk liegt. Jeden zweiten Freitag von 9 bis 11 Uhr fahre ich von dort als Steuermann die Kolonien an.

Ich werde die Vorsitzenden der Vereine und Firmen im KunstWerk besuchen. Und mich um Sponsoren in der Wirtschaft bemühen. Ich hatte eine Ausstellung mit Anita Dietrich im KunstWerk, die mich sehr erfüllt hat und bei der ich auch Bilder verkauft habe. Hier ein paar Beispiele meiner Kunst, nach 5 Bildern unten auf ältere Einträge gehen: https://www.amokfisch.de/blog/?cat=23

Alt-Stadtrat

Die unterste Ebene einer Demokratie ist der Gemeinderat mit seinen Ausschüssen und Aufsichtsratposten. Darauf folgt der Kreistag, Regionalversammlung, Landtag, Bundestag und Europaparlament. Das alles ist nicht für umsonst zu haben. In Fellbach bekommt eine Stadträtin eine Aufwandsentschädigung, bei 32 Sitzen kommt da über 5 Jahre gesehen schon etwas zusammen. Dagegen muß mensch die Aussicht stellen, in einer Autokratie aufzuwachen wie am 31. März 1933. Da war alles zu spät und Abermillionen Menschen mußten sterben.

Der Stadtrat deines Vertrauens war ich 5 Jahre lang. Danach wollten die Fellbächerinnen mich nicht mehr, obwohl ich in der Kappelbergstadt mir eine gewisse Beliebtheit erworben habe. Der Knackpunkt war bekanntlich die Wende in der Geschichte Westeuropas mit dem Ukrainekrieg, wegen dem ich von der Linken zurück zur SPD gewechselt bin. Es gibt Punkte, wo mensch seinen militanten Pazifismus ablegen muß.

Es ist eine Ehre, im Gemeinderat zu sitzen und keinesfalls selbstverständlich oder umsonst. Mir hat das viel Spaß gemacht, in den Sitzungen und jeden Abend einen Termin wahrzunehmen, wo ich viele besondere Menschen kennengelernt habe. Es ist etwas ganz anderes zu bruddeln als im Gremium auf der anderen Seite zu sitzen. Alle Politiker in einen Sack und draufhauen, hat ein Freund mir mal gesagt. Jedenfalls ist es ein Unterschied, ob du Abgeordnete oder Gemeinderätin bist. Genau, die Menschen unten kennt mensch persönlich, die sind ja ganz nett. Eine Abgeordnete persönlich zu kennen, ist um einiges schwieriger, aber leistbar.