Landesvorsitzende SPD

Der Frühling ist da, ein sonniges Wetter und vier Genossen fuhren aus dem Rems-Murr-Kreis nach Vaihingen/Enz wo sich zwei Kandidatinnen zum neuen Landesvorsitzenden der Baden-Württemberger SPD vorstellten. Das Ganze in einer Scheune, alle Plätze waren belegt. Ein Gast kam extra aus Bayern. Es wurden Brezeln gereicht und Wasser aus Ensingen von nebenan bereitgestellt.

Robin Mesarosch (Sigmaringen, Alt-MdB) und Isabel Cademartori (MdB aus Mannheim) sprachen entspannt aus der Sicht vom Land und der Stadt. Sie wollen eine junge Doppelspitze bilden und werben dazu landauf-landab. Beide haben konkrete Ideen, die dem Land weiterhelfen. Sie reden frei und ohne Fehler. Er hat kein weißes Hemd mit offenem Kragen und ohne Krawatte an: ein weißes T-Shirt unter einem dunklen Sacko, sie ist ganz in Schwarz gekleidet. Drei Stunden lang stellten sie sich vor, ihre Visionen, die die Partei voranbringen. Dann griff der Landtagskandidat vor Ort ein und stellte Fragen, danach durfte das Publikum ran. Alle Anwesenden waren Genossinnen, deshalb eine entspannte Atmosphäre. Außer den beiden im Zweiergespann bewerben sich noch einzeln eine Frau und ein Mann und dann wird mensch auf dem kommenden Parteitag den Vorstand neu wählen.

Kommunalakademie

Schon seit langer Zeit veranstaltet die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung sechstägige Seminare für Menschen, die Gemeinderätin werden wollen oder dies schon sind. Ich hatte dies schon einmal vor 9 Jahren in Beutelsbach absolviert. Es hat geklappt, allerdings nicht für die SPD sondern DIE LINKE vor drei Jahren. Veranstaltet und organisiert wird das Ganze von gestandenen Kommunalpolitikerinnen aus Baden-Württemberg.

Jeder Tag beinhaltet zwei Impulsreferate von Professorinnen und Lehrbeauftragten aus der Praxis, nachdem eine Auflockerungspraxis zu Tagesanfang durchgeführt wird. Darauf folgt eine Gruppenübung, um das Wissen zu verarbeiten. Hinzu kommen Kamingespräche. Zuletzt 2022 mit dem unkonventionellen Oberbürgermeister aus Überlingen, dem frisch gewählten Kreisvorsitzenden Rems-Murr Benedikt Paulowitsch, Bürgermeister für Kernen und besonders Evelyn Gebhardt, die knapp 30 Jahre Abgeordnete im europäischen Parlament war. Alles dies natürlich Genossinnen der SPD. Bis auf eine Teilnehmerin der Grünen und einem DER LINKEN waren alle anderen 20 mit SPD-Bezug.

So etwas gibt es weder bei der Heinrich-Böll-Stiftung, noch bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Es waren drei Module jeweils freitags und samstags mit Übernachtung im Erholungsheim in Herrenberg-Gültstein und leckerem Essen, alles zusammen für nur 150 Euro. Dieses Geld ist bestens investiert. Und die ganze Sache macht einen Riesenspaß. Unter die Gesellschaft der Teilnehmenden gesellte sich auch Holger Niederberger, neuer Bürgermeister von Berglen, den ich bald in seinem Rathaus in Oppelsbohm besuchen werde.