LEA und IBA

Was versteckt sich hinter diesen beiden Abkürzungen? LEA ist die Landeserstaufnahmestelle von Flüchtlingen, die nach Fellbach kommen soll, IBA 27 ist die Internationale Bauausstellung für das Jahr 2027, die nach Stuttgart kommt. Die Stadt Fellbach sieht für diese Schau auch das Gebiet zwischen Stadtbahn und Eisenbahn vor. Dort sollen Gewerbe und Landwirtschaft auf einer wissenschaftlichem Ebene zusammen kommen. https://www.iba27.de/projekt/agriculture-meets-manufacturing/

Nachdem die Geheimpläne der baden-württembergischen Landesregierung öffentlich wurden, die just auf diesem Gelände vier Aufnahmezentren plant, sind schon erste Kooperationspartnerinnen (Gewerbe) der Stadt abgesprungen. Im Rathaus und Gemeinderat will niemand eine LEA in diesem verdichteten Siedlungsgebiet. https://www.fellbach.de/de/Aktuelles/Nachrichten/Nachricht?view=publish&item=article&id=2666

Deshalb trifft sich der Gemeinderat zu einer öffentlichen Sondersitzung am Dienstag, 9. April 17 Uhr im Großen Saal des Rathauses. Später folgt noch eine Bürgerinnenveranstaltung, bei der jede das Rederecht hat.

20 Jahre Eisele-Stiftung

Im Hesse-Saal der Schwabenlandhalle feierte die Stadt Fellbach mit Oberbürgermeisterin Gabriele Zull das Jubiläum dieser in der Stadt gegründeten Stiftung, die sich der Nachwuchsarbeit verschreibt. Stipendien in Mathematik und Physik und vieles mehr stemmt diese Einrichtung mit Frau Zull an der Spitze. Zum Beispiel geht daraus auch der Peter-Hauser-Preis hervor. Dieser wird alljährlich beim Festival Bunte Bühne verliehen. Dies ist ein internationales Jugendtheaterfestivel angedockt an das Theater im Polygon im Jugendhaus.

Moderiert wurde die Matinee von Nicole Köster. Die Moderatorin von SWR 1-Leute hatte sich bestens vorbereitet und sie kam mit der Stadtbahn! Musikalisch umrahmt war das Ganze von Zweierpasch, einer deutschen HipHop-Formation um Zwillinge herum. Diese reimen auch auf Französisch. Genau, denn die deutsch-französische Freundschaft war auch dem Ehepaar Eisele sehr wichtig.

Bewerbung als erster Vorsitzender

Liebes Kunstwerk-Mitglied, ich bin der Stadtrat deines Vertrauens: Armin Fischer, Künstlername Genosse amokfisch. 56 Jahre alt, ledig, ohne Kinder. Ich möchte für die kommenden zwei Jahre und vielleicht danach, wenn ihr wollt, die Geschicke unseres kreativen Vereins moderieren. Selbstverständlich auf gleicher Augenhöhe, kritisch in der Sache und stets respektvoll. Vorstandserfahrung habe ich zur Genüge, hauptsächlich in der Politik. Im Kuratorium der 16. Triennale Kleinplastik, Mitglied im Kunstverein, Besinnungsweg, Kultour Schmiden, Kulturgemeinschaft Fellbach. Ich male seit 40 Jahren, mache Musik und schreibe, auch für meine zwei Seiten im Netz. Außerdem bin ich beim Freien Radio für Stuttgart in der Jazzredaktion, die ich mitgegründet habe. Im Theaterhaus bin ich der Plakatarmin. Das Thema, was mich am Meisten umtreibt ist Rassismus und Kolonialismus.

Ich habe einen direkten Draht ins Rathaus, und einige Ideen zum Spendensammeln. Meine Aktivitäten beschränken sich derzeit auf Fellbach und ich werde diese zügig auf die Region und Baden-Württemberg ausdehnen. Auch schwebt mir eine Busfahrt zur Art Basel vor. Meine Vorbilder sind in erster Linie Vincent van Gogh, Wassily Kandinsky, Willi Baumeister, K.R.H Sonderborg.

Hier findest du meinen genauen Lebenslauf: https://www.amokfisch.de/blog/?page_id=74

Den Rest besprechen wir bei der Jahreshauptversammlung. Du kannst mich auch gerne vorher kontaktieren.

SPD-Stadtrat Armin Fischer (Genosse amokfisch)
Listenplatz 7 für den Gemeinderat in Fellbach
Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Werbewirtschaft und Werbetechnik an der FH Druck
Buchverlag inzenTRICK und Musikverlag konzenTRICK
Öffentlichkeitsarbeiter im Theaterhaus Stuttgart Vollzeit seit 20 Jahren
“die Fellbächerin” jeden dritten Sonntag im Monat von 20 bis 23 Uhr im Freien Radio für Stuttgart
Voithstraße 9
70736 Fellbach
0711/9065029
www.rotrosagrün.de (linke Fellbach-Seite)
www.amokfisch.de (Künstler-Seite)

Rhythmische Sportgymnastik

Bekanntlicherweise beherbergt der TSV Schmiden das Bundesleistungszentrum der rhythmischen Sportgymnastik. Zuletzt hat die Russin Darja Varofejevja, die dort residiert und ins Gustav-Stresemann -Gymnasium geht, 6 Weltmeisterinnentitel geholt. Und sie ist beim Neujahrsempfang aufgetreten.

Gymnastik International hieß ein Wettbewerb, der in der Schmidener Sporthalle stattfand. Dabei traten einzelne und Gruppen-Gymnastinnen auf aus vielen Winkeln des Planeten, allerdings keine aus den Kolonien. Die Mädchen sprühten vor Ehrgeiz und Selbstbewußtsein. Das Ganze wird zu Musik getanzt in Glitzerkostümen. Alle haben lange Haare, die zu einem Dutt zusammengebunden sind. Beeindruckend auch die deutsche Nationalfrauschaft, die zur Musik von Yello aufgetreten sind. Es gibt vier Geräte: der Reifen, der Ball, zwei Keulen und das Band. Im Zuge der Emanzipation gibt es so etwas nicht bei Männern.

Wie überall im Leistungssport stellt sich auch hier die Frage nach der verlorenen Kindheit und der Zerrissenheit der Familien. Ein normales Erwachsenwerden gibt es hier nicht. Die Seelen leiden.

16. Triennale Kleinplastik 2025

Die neue Kuratorin Doktorin Claudia Emmert und Zweitkuratorin Ina Neddermeyer stellten sich der Presse und dem Kuratorium vor. Bei der ganzen Veranstaltung geht es um eine Schau von kleinen Kunstobjekten, maximal einen Kubikmeter groß. Oberbürgermeister Friedrich-Wilhem Kiel (FDP) hat diese Erfolgsgeschichte 1980 ins Leben gerufen. Seitdem gibt es alle drei Jahre eine Leistungsschau (Triennale) in der Alten Kelter von Künstlerinnen aus der ganzen Welt. Diese Ausstellung hat Fellbach Weltruf in der Kunstlandschaft eingebracht.

Das Motto für die kommende Ausgabe ist: “Habitate. Über-Lebensräume”, womit klar wird in welche Richtung das Ganze geht. Um die Klimakatastrophe, Kriege, Pandemien, Einwanderung, Kolonialismus. 60 Objekte sind geplant, die anders als sonst präsentiert werden.

Claudia Emmert ist an der Alten Kelter aufgewachsen, hat am Friedrich-Schiller-Gymnasium Abitur gemacht, in Stuttgart studiert und dort über Wassily Kandinsky promoviert. Sie war dann unter Anderem Leiterin der Galerie der Stadt Fellbach. Seit 10 Jahren ist sie Direktorin des Zeppelin-Museums in Friedrichshafen, dem sie einen nachhaltigen Stempel aufgedrückt hat. Und sie ist im Deutschen Kulturrat.

Städtepartnerschaftsverein (SPV)

Fellbach hat ja bekanntlich fünf Partnerstädte: Tain l’Hermitage und Tournon-sur-Rhone, die gegenüber am Rhoneufer liegen (Frankreich), Erba (Italien), Pecs (Ungarn) und Meißen (Sachsen). Suhareke (Kosovo) ist dafür in der Warteschleife und freundschaftlich verbunden. Nun gibt es eine Rathaus-Mitarbeiterin, Fenna Nacke, die sich ausschließlich um die Partnerschaften kümmert. Und der SPV, der sehr rührig ist. Beim Fellbacher Herbst sind immer Delegationen aus diesen Städten zu Besuch.

Zum Beispiel organisierte der SPV zwei Führungen durch die aktuelle Amadeo Modigliani-Ausstellung in der Staatsgalerie. Der Mann ist jung gestorben und hat auch nicht allzuviel gemalt. Und die Preise seiner Bilder steigen mittlerweile ins Unermeßliche. Die Präsentation wird ergänzt durch Kirchner, Picasso, Modersohn-Becker, Klimt und weitere Zeitgenossen. Allein das lohnt den Gang in Baden-Württembergs wichtigste Galerie. Aber Achtung: der Andrang der Besucherinnen ist groß, also am Besten gleich nach Öffnung rein gehen (10 Uhr).

Wohnturm

Es ist Zeit, einmal auch an dieser Stelle das größte Ärgernis in Fellbach zu würdigen. Der insolvente Investor Warbanoff aus Esslingen hat sich mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Chistoph Palm (CDU) zusammengesetzt und die Idee für den Turm geboren. Mittlerweile hat der Rohbau den dritten Besitzer und steht unfertig seit 8 Jahren in der Landschaft. Das Ganze ist 107 Meter hoch und wäre der dritthöchste Wohnturm in Baden-Württemberg, wenn er fertig wäre. Mittlerweile heißt das Ding Schwabenlandturm, benannt nach der Schwabenlandhalle, die auch in Fellbach steht, allerdings keine negativen Schlagzeilen verursacht. Nun gut, wenn mensch erzählt, er wäre aus Fellbach, fällt den Leuten als Erstes der Wohnturm ein. Und das Gebäude abzutragen würde wohl auch eine Million Euro kosten. Wer soll das finanzieren? Die Stadt jedenfalls nicht.

Kunstwerk

Im ehemaligen Kill-Areal in der Schorndorfer Straße 33 (alte B 14), das früher ein Teppichlager war, befinden sich seit 11 Jahren 30 Ateliers und eine Galerie, die der Stadt Fellbach gehören und die diese Räume zu einem günstigen Preis an professionelle Künstlerinnen vermietet. Die Galerie ist ein Kleinod, sie wird ständig bespielt. Ihre Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Das Ganze wird von einem kleinen aber feinen Verein verwaltet, mit überwiegend Frauen in der Mitgliedschaft. Der fünfköpfige Vorstand mit dem Vorsitzenden Bernd Kuhn (80) arbeitet fleißig, mit einem Beirat. Ende März sind Neuwahlen für die nächsten zwei Jahre. https://kunstwerkfellbach.gallery/

Neujahrsempfang

Die Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hatte geladen und der Hölderlinsaal in der Schwabenlandhalle war voll. Wie jedes Jahr wurden hier auch verdiente Bürgerinnen geehrt (mit der Ehrenplakette). Es ist schon erstaunlich, was einzelne Ehrenamtliche so alles leisten. Eröffnet und abgeschlossen wurde das Ganze mit einem Tenor, der in Fellbach aufgewachsen ist und einem Musikprofessor aus Fellbach, der am Klavier begleitete. Zuerst wurden die Gäste mit Franz Schubert eingestimmt, zum Schluß gab es zwei Schlager aus den 1920ern. Als weiteren Höhepunkt konnte mensch die frisch gebackene mehrfache Weltmeisterin in der rhythmischen Sportgymnastik bewundern, sie ist aus Rußland und beim Leistungszentrum des TSV Schmiden angesiedelt. Umrankt von üppigem Blumenschmuck hielt Frau Zull eine flammende Rede, auch gegen Faschismus. Sie erklärte erstmals offiziell, daß sie im September wieder kandidiert zur Oberbürgermeisterin. Die Schnittmengen zwischen ihr und der SPD sind im Übrigen recht groß, sie ist ja parteilos.