Neues Jahr, neues Glück

Nun befinden wir uns also im Jahre 2024. Jede wünscht sich Frieden, nicht nur in Europa, sondern auf dem ganzen Planeten. Es gibt Staaten, in denen die Silvester-Böllerei verboten ist. Nicht bei uns. Bundesweit gab es dadurch mehrere Tote. Ganz abgesehen von der Luftverpestung, dem Lärm und dem Müll, der rücksichtslos liegengelassen wird. Die Tiere und Pflanzen leiden enorm. Ich habe den Jahreswechsel ohne Alkohol und ohne Böller verbracht, das geht!

Das neue Jahr bringt viel Spannung für Fellbach mit sich: Neuwahl der Baubürgermeisterin, Wahl des Gemeinderats, Kreistags und der Regionalversammlung und Neuwahl der Oberbürgermeisterin. Da kann keine behaupten, wir hätten zu wenig Demokratie. Am 27. Januar 2024 ist übrigens der erste Wahlstand der SPD zum Thema Windenergie, der Ort wird noch bekanntgegeben.

75 Jahre Fellbacher Zeitung

Neulich beging das Kappelberg-Blatt sein Jubiläum. Am Wochenende hatten sie eine Beilage mit seltsamen Anzeigen und Texten von der Zentralredaktion und nicht aus Fellbach. Beim Empfang vor einer besonderen Gruppe mit einigen Gemeinderätinnen in der Redaktiosstube gab Chefrdakteur Sascha Schmierer nochmals die Entstehungsgeschichte wieder, die bereits gedruckt war. Und der Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten, der die SWMH vertrat (Südwestdeutsche Medienholding) ergänzte launisch.

In der Beilage bekam Julian Deifel zwei Seiten. Er ist Einzelhandelskoordinator beim Rathaus, Waldheimleiter, CDU-Kandidat, evangelischer Kirchengemeinderat, Sänger des Fellbach-Lieds und jetzt Bezirksvorsteher in Stammheim. Von ihm stammt der Corona-Spuch “Fellbach hält zusammen”. Oberbürgermeisterin Gabriele Zull (parteilos) hingegen bekam nur eine Viertelseite, obwohl sie die Remstal-Gartenschau, Corona, die 900 Jahr-Feier und den Ukraine-Krieg und vieles mehr mit großem Erfolg gemeistert hat.

Nach Alkohol und Schnittchen stob die illustre Schar aus Repräsentantinnen der Stadt auseinander in den Winter-Regen. Im Übrigen folgt die Zeitung dem Trend weg vom gedruckten Produkt hinein ins Netz. Es ist zu hoffen, daß wir auf Dauer damit beim Geflimmer-Lesen nicht unsere Gesundheit ruinieren.

Der Wahlkampf hat begonnen

Was? Die Gemeinderatswahl ist doch erst am 9. Juni 2024! Die Stadtmacher, eine gewichtige Abspaltung der CDU, haben in der Stadt Holzständer mit draufgekleisterten Plakaten aufgestellt. Sie bewerben eine Glühwein-Zeremonie in Oeffingen. Die SPD hat sich jetzt schon zweimal getroffen, um den Wahlkampf zu besprechen. Heute wurde das Kommunalwahlprogramm diskutiert. Die Findungskommission fragt schon seit Monaten potentielle Kandidierende an für die 32 Plätze auf der sozialdemokratischen Liste. Wenn auch du dich berufen fühlst, eine Partei im Gemeinderat zu vertreten, es gibt noch bei allen wohl 6 Listen freie Plätze. Einfach direkt bei den Parteien oder Gruppen anfragen. Das dürfte keine allzu große Schwierigkeit sein. Nur die finanzielle Entschädigung ist eher bescheiden. Es ist halt ein Ehrenamt. Allerdings, das Sinn und Spaß macht.

Kultur

Fellbach hat eine einzigartige, wunderbare, vielfältige Kulturlandschaft. Abgesehen vom Wein möchte ich an erster Stelle das Kulturamt von Maja Heidenreich erwähnen mit Stadtmuseum (Ursula Teutrine), Galerie der Stadt (Doktor Heribert Sautter) und zahlreichen Theatergastspielen in der Schwabenlandhalle. Hinzu kommen viele weitere Angebote und die alle drei Jahre wechselnde Triennale Kleinplastik, der Mörike-Preis und Europäische Kultursommer. Die Kulturgemeinschaft unter Führung von Christa Linsenmaier-Wolf legt auch auf allen Kulturgebieten einiges nach. Der Kunstverein glänzt mit seinen Künstlerinnen unter Tina Matsen mit Kunststückle und eigenem Keller. Bernd Kuhn leitet das Kunstwerk, der Ateliergemeinschaft mit seiner speziellen Galerie. In Oeffingen angesiedelt ist der Besinnungsweg mit epochalen tonnenschweren Kunstwerken geschaffen von kreativen Menschen mit Weltrang (geleitet von Paul Rothwein). Und in Schmiden haben wir die Kultour unter Pianist Kai Müller, hier wird der Hauptstrom bedient. Dann gibt es noch die Musikschule unter Matthias Kuch, die Stadtkapelle mit Florian Ladenburger und zahlreiche weitere Musikgruppen und viele Chöre. Und es gibt noch viel, viel mehr in der Kappelbergstadt. Alle Menschen, die hier leben und nicht genannt wurden, sind genauso wichtig wie die Vorsitzenden.

Die wenig beschwingenden Zahlen zum Fellbacher Haushalt 2024 sind nun öffentlich. Es soll keinen finanziellen Kahlschlag bei der Kultur in der Stadt geben. Die SPD wird dies zu verhindern wissen. Drei Jahre Schweiß floß in die neue Vereinsförderrichtlinie um die unterschiedlichen Vereine einigermaßen gerecht von der Stadt aus mit zu finanzieren. Nicht nur der Hochleistungs- sondern auch der Breitensport muß ohne Einbußen gefördert werden. Die SPD setzt sich für die Wirtschaft, Religionen, Soziales, Ökologie und nicht zuletzt die Kultur ein. Letztere hat es recht schwer, da sie nur mit staatlichen und privaten Zuschüssen handlungsfähig ist. Und sie ist ein wichtiger Standortfaktor für Arbeitsplätze. Ohne sie sähe es düster aus. Nein, hier wird gesungen, musiziert, gelacht, gemalt, gemeißelt, gedreht, inszeniert, rezitiert, geschrieben. Angesichts der Flaute auf dem Baumarkt und der damit verbundenen Wohnungsnot ist es dringend geboten, die Pflanze Kultur nicht umzumähen. Unsere vielen tollen Vereine zusammen erhöhen die Lebensqualität als Alternative zur Glotze, die zugegebenermaßen Sender wie arte, 3sat und Phoenix hervorgebracht hat.

Initiative Nachhaltigkeit

Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von Fellbacherinnen, die sich regelmäßig im Rathaus trifft, geleitet von der stellvertretenden Amtsleiterin für Soziales und Teilhabe, Michaela Gamsjäger. Das Ganze ist aus der Redaktionsgruppe Weltwochen hervorgegangen, von Birgit Held aus dem Rathaus koordiniert. Die Weltwochen haben bis jetzt fünfmal mit zwei Jahren Abstand stattgefunden. Alle fünf Male hat Fellbach wegen eines hervorragenden Programms den ersten Preis bei den Mittelstädten bis 50.000 Einwohnerinnen geholt. Der Wettbewerb Meine.Deine.Eine Welt war in ganz Baden-Württemberg und von der landeseigenen Stiftung für Entwicklungszusammenarbeit (SEZ) durchgeführt.

Es geht hier in erster Linie um die Verwirklichung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs: sustainable development goals) der Vereinten Nationen, die bis 2030 weltweit umgesetzt werden sollen und die Erklärung zur Gerechthandelsstadt (Fair Trade Town). Beides hat der Fellbacher Gemeinderat verabschiedet. Vertreten bei der Intitiative sind der Weltladen, der CVJM, die Kirche, Stadträtinnen und weitere Aktivistinnen. Wenn dich das Ganze begeistert, kannst du dich uns anschließen, wir sind offen für neue Mitstreiterinnen.

40 Jahre Grüne in Fellbach

Vor ein paar Tagen hatten Bündnis 90/Die Grünen in die Weinstube Heid geladen. Anlaß war der 40. Geburtstag der Partei in Fellbach. Es gab lecker Essen und Trinken. Die beiden Ortsvereinsvorsitzenden Beate Wörner und Tadeusz Rzedkowski haben kurz begrüßt. Überall hingen alte Wahlplakate der Partei für die letzten Gemeinderatswahlen. Die beiden Urgesteine Eberhard Decker-Hauf und Ulli Posselt wurden befragt auf einem Sofa. Danach kam die Landtagsabgeordnete Swantje Sperling zum Zug. Sie war in ihrem früheren Leben grüne Kreisvorsitzende Rems-Murr. Leider war keine Pressevertreterin da und auch niemand der anderen Parteien. Frau Zull mußte kurzfristig absagen.

Neuer Ortsvorstand der SPD

Letzten Donnerstag haben bei der Jahreshauptversammlung 2023 der Fellbacher SPD 23 Genossinnen einen neuen Vorstand für die Kappelbergstadt gewählt. Neue Vorsitzende sind Jolanda Haßler (Sozialpädagogin und Masterstudentin) und Marco Beckendorf (Student). Julius Walter konnte nicht mehr kandidieren wegen Wegzugs. Also sind nun Jolanda und Marco gefordert. Als Kassierer wurde Hans-Peter Krause (Stadtrat und Rentner) bestätigt. Beisitzer sind nochmals Harald Raß (Regionalrat und Rentner) und Ursula Roth (Rentnerin). Neu dazu gekommen sind Armin Fischer (Künstler und Stadtrat), Sebastian John (Jugendgemeinderat und Abiturient) und Gülden Aysel (Unternehmerin). Langsam geht es in die Zielgerade für die Kommunalwahl 2024. Wenn du für die SPD kandidieren willst: epost oder Anruf genügt. Dann setzen wir uns zusammen.

Gscheidles

Am 12. Januar 2023 gastierten erneut Alois und Elsbeth Gscheidle im Haus der Rosen beim Rosenmeister und Stadtrat der Freien Wählerinnen Peter Schwarzkopf (Fellbacher Schnittrosen). Das Paar steht schon seit 30 Jahren zusammen auf der Kleinkunstbühne. Das Markenzeichen der Schmidenerin Elsbeth ist der Haarknopf an der Stirn. Das Bühnenpaar hat auch zwei Jugendliche mitgebracht. Deshalb auch der Titel des aktuellen Programms “Alt ond Jong zamma”. Es gab eine Büttenrede ihrer “Tochter” und eine abartige Rechnung ihres “Sohnes”. Dann im eigentlichen Programm liefen die Alten zur Hochfom auf, derb und frivol. Es wurde nur Schwäbisch geredet und mensch verstand alles. Bauerntheater der hohen Kunst. Einige Einfälle waren Klasse, es gab genug zu lachen. Nur mit den Akademikerinnen haben sie es nicht so, obwohl sie die Gscheidles sind… http://www.fellbacher-schnittrosen.de

Mein SPD-Beitrag für den Stadtanzeiger am 22.2.23

Mein Wechsel von der Linkspartei zurück zur SPD verlief reibungslos. Drei Stimmen seien beispielhaft erwähnt: eine ehemalige Amtsleiterin sprach mir ihren Glückwunsch aus, der Stimmenkönig einer Nachbargemeinde meinte, ich solle als Parteiloser im Gemeinderat weiter arbeiten. Und ein Kurzzeitgenosse fand, ich sei wegen des Pazifismus in die Linkspartei eingetreten und wegen des Pazifismus wieder ausgetreten. Die SPD ist wie eine große Familie und hat allein in Fellbach mehr Mitglieder als der gesamte Kreisverband Rems-Murr der Linkspartei. Kanzler und Präsident gehören der SPD an, beide sind für mich Vorbilder. Beim letzten SPD-Informations-Stand vor dem Weltladen zum Thema Pflege staunte ich über den Zuspruch der Fußgängerinnen, sowas hatte ich an gleicher Stelle in 5 Jahren Linkspartei nie erlebt.

Die nächsten Sendungen meiner “Fellbächerin” im Freien Radio für Stuttgart (99,2 Antenne und 102,1 Kabel): am Sonntag, 19. März 20 Uhr mit Kurt Schmauder (Diakon beim CVJM Fellbach und Theologe) und am Sonntag 16. April 20 Uhr mit Christa Linsenmaier-Wolf (Kulturamtsleiterin im Ruhestand und Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Fellbach). Mehr Informationen dazu über www.rotrosagrün.de, meiner linken Fellbach-Seite. Vergangene Sendungen sind im Netz nachzuhören durch Kontaktaufnahme über amokfisch@web.de zu meiner Wolke. Das freie Radio ist links-alternativ, sendet rund um die Uhr ohne Werbung und ohne Nachrichten. Dieser Sender ist nur im ganzen Stadtgebiet Fellbach komplett empfangbar. Im Äther seit 1996. Finanziert aus Rundfunkgebühren und ein ehrenamtlicher Betrieb.