Ausstellung

Mein Jahreshöhepunkt 2024 war die gemeinsame Kunstausstellung von Anita Dietrich und mir. Mit mittlerweile 57 Jahren habe ich zum ersten Mal meine Bilder der Öffentlichkeit (in der Galerie des KunstWerks Fellbach) präsentiert. Das Ganze über 3 Wochenenden im September/Oktober.

Die Vernissage war rappelvoll. Auch dank der Berichterstattung am gleichen Tag in der Fellbacher Zeitung. Der Jazzprofessor Gregor Hübner (New York City) bot als Umrahmung drei Stücke auf der Geige: African Heartbeat, eine Eigenkomposition, Siciliana von Johann Sebastian Bach und Lonely Woman von Ornette Coleman. Die Einführung erfolgte durch Doktor Dietrich Heißenbüttel, Journalist und Kunsthistoriker aus Esslingen. Seine Vorlesung war sehr durchdacht und kenntnisreich. Danach stärkten sich die Gäste mit Sekt und Minibrezeln.

Anita und ich verkauften ein paar Bilder und bekamen jede Menge Besuch, die Tage danach. Anita, eine große Nummer, ist Dozentin für Grafik und Mode. Ihre Schüler und die Schulleiterin kamen. Von mir Freundinnen und Verwandte. Hier gibt es eine Diaschau meiner herausragenden Bilder: https://www.youtube.com/watch?v=PcGSjOgqcn4 von meinem Klavierspiel unterlegt (78 Minuten).

Ich bin mal gespannt, wo und wann meine nächste Ausstellung stattfindet. Jedenfalls werde ich auch als zweiter Vorsitzender des KunstWerks viele spannende Erlebnisse und Begegnungen haben.

3. Kosovo-Besuch

Mittlerweile hat eine kleine Gruppe Fellbacherinnen zum dritten Mal Suhareke besucht. Anführer war wieder Sadik Zogay, Vorsitzender des Albanischen Kulturvereins mit Sitz im KunstWerk. Diesmal hatten wir eine ganze Woche zur Verfügung, dies ließ viel Spontaneität Raum. Gleich nach dem Anflug in Prishtina und Einchequen im Hotel Solid waren wir bei der Eröffnungsfeier des KulturHauses dabei. Dies ist einem Nationalhelden gewidmet, der vor seiner Wahl zum Bürgermeister erschossen wurde. Das Kulturhaus liegt direkt neben dem Fellbach-Haus (einstöckig) und ist vier Stockwerke hoch. Dabei waren die Staatspräsidentin aus der Partei von Ibrahim Rugova (Pazifistinnen), der Ministerpräsident (Linkspopulist) und der ehemalige Außenminister und Oppositionsführer, der uns gleich spontan am darauffolgenden Tag ins Kosovo-Parlament einlud. Es hat 120 Sitze, 10 sind für die Serben und 10 für Sinti und Roma reserviert.

Suhareke, mit Fellbach seit 22 Jahren befreundet, ist eine Wirtschaftszentrale im Kosovo. Unter anderem wurden wir vom Gewerbeverein der Stadt zu einem üppigen Mahl eingeladen. Es wird auch ein Besuch der Vorsitzenden in Fellbach organisiert. Die deutsche Sprache ist sehr präsent, viele Menschen haben sich in Deutschland und der Schweiz einen Wohlstand erwirtschaftet.

Wir nahmen wieder an der Festari teil, dem Erntedankfest. Beeindruckend wie immer die Zurnaj (Oboen) und Trommeln beim Umzug. Es gab auch mehrere Begegnungen mit Bürgermeister Muharemaj und Enver Hodjay, von der konservativen Partei, der uns im Parlament empfing, wo er Fraktionsvorsitzender ist. Er hatte die letzte Wahl gegen Albin Kurti zum Ministerpräsidenten verloren.

Dann gab es noch einen Besuch auf der Festung von Prizren, eine Fahrt zum Luftkurort und zum Abschluß des Festari eine Gala, diesmal nicht im Weingut Theranda sondern im nagelneuen Kulturhaus. Und der künstlerische Leiter des Fellbach-Hauses, Refki Gollopeni, hat wieder eine internationale Künstlerkolonie zusammengetrommelt, die im Atrium Kunstobjekte erstellten.

Gedicht

+ als Kind wollte ich Heiliger werden,

   was mir gründlich mißlang,

   daraufhin beschloß ich Künstler zu werden,

   letztendlich wurde ich dann Hobbygärtner.

+ eine der genialsten Erfindungen der fortschrittlichen Menschheit

   war die Erfindung der Atombombe,

   um ein für alle mal einen Atomkrieg zu verhindern.  

+ wir leben in Rauschkästen

   und zählen pflichtbewußt die Jahre –  bis keine mehr kommen.

+ Die Wahrheit ist Illusion –

   die Illusion, also die Wahrheit, ist die unbändige Kraft,

   die die Menschheit bis jetzt am Leben hält –

   ich lüge  wie gezeichnet, das ist die ganze Wahrheit !

                                                                   Claus Staudt

Mörike-Preis

Er ist mit 15.000 Euro dotiert und einer der wichtigsten Literaturpreise in der Republik. Alle drei Jahre wird er verliehen. Diesmal wurde der tschechische Schriftsteller, Musiker und Zeichner Jaroslav Rudis geehrt. Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hat ihm den Preis im Uhlandsaal der Schwabenlandhalle überreicht. Anstatt einer Dankesrede las Rudis eine junge Kurzgeschichte vor. Darin ging es um einen Freund, der es sich zur Tradition macht, Nächte an den Gräbern von großen Schriftstellerinnen zu verbringen. Eine schöne Parabel auf den Tod und den Nachruhm großer Künstlerinnen, die oft zu Lebzeiten ausgegrenzt wurden.

Nächstes Jahr gibt es wieder eine Triennale Kleinplastik und das Jahr danach den nächsten Europäischen Kultursommer und wie alles dies mit dem Dreijahreszyklus dann den kommenden Mörike-Preis.

Ausfahrt

Neulich führte der Städtepartnerschaftsverein zu einer ganztätigen Reise nach Pforzheim und Maulbronn. Mit einem Schmidener Busunternehmen ging es zuerst zum Gasometer in Pforzheim. Ein persischer Künstler hat dort mit 20 Angestellten den Innenraum des leeren Gasbehälter mit riesengroß bemalten Leinwänden ausgeschmückt. Dazu gab es Licht und Musik passend zu den Tageszeiten, die hier schnell nacheinander simuliert werden. Aktuell zum Thema Pergamon. 1,3 Millionen Besucherinnen im Jahr! Unser Führer dort konnte die Geschichte vom Schwabenlandturm gar nicht glauben und wollte sich anschließend im Netz schlau machen.

Danach etwas ganz Anderes, aber auch alt: Maulbronn. Gegründet von Mönchen mit gewöhnungsbedürftigen Regeln kam dort später eine Oberschule rein, natürlich fest im Glauben. Bekannt wurde das Ganze durch Hermann Hesse, der von hier geflüchtet ist. Und dort wurden die Herrgottsbscheißeler entwickelt: die Maultaschen. Denn die Mönche durften keine Tiere essen, was sie ehrlich gesagt sympathisch macht. Sie entstammten dem Adel und ihnen wurde eingeredet, daß sie nur durch keusches Leben im Jenseits belohnt werden. Ob das stimmt, mag jede selbst beurteilen nach dem Gang über den Jordan. Aber eins ist sicher im Protestantismus: es gibt ein Leben vor dem Tod.

Informationsveranstaltung Suhareke

Der Kosovo-Pakt hatte gerufen im Stadtanzeiger, in der Fellbacher Zeitung und auf einer Postkarte und es kamen 200 Fellbacherinnen in den Konzertsaal der Musikschule. Das Ganze war derart gelungen, daß alle Beteiligten staunten. Es begann letzten Samstag mit dem Tanz der Kinder in Kosovo-Tracht. Dann sprach Oberbürgermeisterin Gabriele Zull mit Skript und freier Rede ein Grußwort. Danach gab es Begrüßungen von Bürgermeisterin Suka aus Suhareke und dem neuen Generalkonsul für den Kosovo aus Stuttgart. Frau Gashi von Handikos (Reha-Einrichtung für Körperversehrte) war da und der künstlerische Leiter des Fellbach-Hauses Refki Gollopeni malte ein großes Bild auf der Bühne. Alle hier genannten sind extra für diesen Tag aus Suhareke eingeflogen.

Es gab noch wunderbare Musik und das Ganze wurde souverän von Helmut Zahner moderiert. Es übersetzte alles die Universitäts-Dozentin Loreta Schillock Albanisch-Deutsch. Hannelore Rabenstein präsentierte Dias vom September 2023 aus dem Kosovo. Der Kosovo-Pakt kam auf die Bühne und Gerlinde Thielecke hielt eine ergreifende Rede. Nach drei Stunden Sitzen konnten wir uns den Bauch vollschlagen mit bestem kosovarischen Essen und Trinken, Börek, Baklava und Wein von dort. Ein Vertreter vom Energie-Trank und Fruchsaft und Wein vom Gut Theranda boten uns die Köstlichkeiten dar. Das war alles von Sadik Zogay, dem Vorsitzenden des Albanischen Kulturvereins organisiert. Sadik und Gerlinde sind der Kopf des Kosovo-Pakts.

Unsere Reise, für die wir hier Werbung machten wird von 16. bis 22. September 2024 stattfinden. 700 Euro für die Flüge, Bus, Halbpension in einem Drei-Sterne-Hotel. Höhepunkt ist hier das Erntedankfest Festari natürlich in Suhareke. Wenn du Interesse hast, kannst du mich jederzeit kontaktieren. Meine Kontaktdaten findest du im Herkunftsvermerk auf dieser Seite.

20 Jahre Eisele-Stiftung

Im Hesse-Saal der Schwabenlandhalle feierte die Stadt Fellbach mit Oberbürgermeisterin Gabriele Zull das Jubiläum dieser in der Stadt gegründeten Stiftung, die sich der Nachwuchsarbeit verschreibt. Stipendien in Mathematik und Physik und vieles mehr stemmt diese Einrichtung mit Frau Zull an der Spitze. Zum Beispiel geht daraus auch der Peter-Hauser-Preis hervor. Dieser wird alljährlich beim Festival Bunte Bühne verliehen. Dies ist ein internationales Jugendtheaterfestivel angedockt an das Theater im Polygon im Jugendhaus.

Moderiert wurde die Matinee von Nicole Köster. Die Moderatorin von SWR 1-Leute hatte sich bestens vorbereitet und sie kam mit der Stadtbahn! Musikalisch umrahmt war das Ganze von Zweierpasch, einer deutschen HipHop-Formation um Zwillinge herum. Diese reimen auch auf Französisch. Genau, denn die deutsch-französische Freundschaft war auch dem Ehepaar Eisele sehr wichtig.

Bewerbung als zweiter Vorsitzender

Liebes Kunstwerk-Mitglied, ich bin der Stadtrat deines Vertrauens: Armin Fischer, Künstlername Genosse amokfisch. 56 Jahre alt, ledig, ohne Kinder. Ich möchte für die kommenden zwei Jahre und vielleicht danach, wenn ihr wollt, die Geschicke unseres kreativen Vereins moderieren. Selbstverständlich auf gleicher Augenhöhe, kritisch in der Sache und stets respektvoll. Vorstandserfahrung habe ich zur Genüge, hauptsächlich in der Politik. Im Kuratorium der 16. Triennale Kleinplastik, Mitglied im Kunstverein, Besinnungsweg, Kultour Schmiden, Kulturgemeinschaft Fellbach. Ich male seit 40 Jahren, mache Musik und schreibe, auch für meine zwei Seiten im Netz. Außerdem bin ich beim Freien Radio für Stuttgart in der Jazzredaktion, die ich mitgegründet habe. Im Theaterhaus bin ich der Plakatarmin. Das Thema, was mich am Meisten umtreibt ist Rassismus und Kolonialismus.

Ich habe einen direkten Draht ins Rathaus, und einige Ideen zum Spendensammeln. Meine Aktivitäten beschränken sich derzeit auf Fellbach und ich werde diese zügig auf die Region und Baden-Württemberg ausdehnen. Auch schwebt mir eine Busfahrt zur Art Basel vor. Meine Vorbilder sind in erster Linie Vincent van Gogh, Wassily Kandinsky, Willi Baumeister, K.R.H Sonderborg.

Ansonsten möchte ich eine regelmäßige Kunstwerk-Sendung im Freien Radio ins Leben rufen und Spenden für den Verein per Rundbrief und im Netz sammeln.

Hier findest du meinen genauen Lebenslauf: https://www.amokfisch.de/blog/?page_id=74

Den Rest besprechen wir bei der Jahreshauptversammlung am 26.7.24. Du kannst mich auch gerne vorher kontaktieren. Ich freue mich über jeden Anruf und elektrische Post.

SPD-Stadtrat Armin Fischer (Genosse amokfisch)
Listenplatz 6 für den Gemeinderat in Fellbach und Listenplatz 4 für den Rems-Murr-Kreistag
Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Werbewirtschaft und Werbetechnik an der FH Druck
Buchverlag inzenTRICK und Musikverlag konzenTRICK
Öffentlichkeitsarbeiter im Theaterhaus Stuttgart Vollzeit seit 20 Jahren
„die Fellbächerin“ jeden dritten Sonntag im Monat von 20 bis 23 Uhr im Freien Radio für Stuttgart
Voithstraße 9
70736 Fellbach
0711/9065029
www.rotrosagrün.de (linke Fellbach-Seite)
www.amokfisch.de (Künstler-Seite)

Meine Wahl zum zweiten Vorsitzenden auf zwei Jahre erfolgte am 26. Juni 2024. 27 Ja und 6 Nein.

16. Triennale Kleinplastik 2025

Die neue Kuratorin Doktorin Claudia Emmert und Zweitkuratorin Ina Neddermeyer stellten sich der Presse und dem Kuratorium vor. Bei der ganzen Veranstaltung geht es um eine Schau von kleinen Kunstobjekten, maximal einen Kubikmeter groß. Oberbürgermeister Friedrich-Wilhem Kiel (FDP) hat diese Erfolgsgeschichte 1980 ins Leben gerufen. Seitdem gibt es alle drei Jahre eine Leistungsschau (Triennale) in der Alten Kelter von Künstlerinnen aus der ganzen Welt. Diese Ausstellung hat Fellbach Weltruf in der Kunstlandschaft eingebracht.

Das Motto für die kommende Ausgabe ist: „Habitate. Über-Lebensräume“, womit klar wird in welche Richtung das Ganze geht. Um die Klimakatastrophe, Kriege, Pandemien, Einwanderung, Kolonialismus. 60 Objekte sind geplant, die anders als sonst präsentiert werden.

Claudia Emmert ist an der Alten Kelter aufgewachsen, hat am Friedrich-Schiller-Gymnasium Abitur gemacht, in Stuttgart studiert und dort über Wassily Kandinsky promoviert. Sie war dann unter Anderem Leiterin der Galerie der Stadt Fellbach. Seit 10 Jahren ist sie Direktorin des Zeppelin-Museums in Friedrichshafen, dem sie einen nachhaltigen Stempel aufgedrückt hat. Und sie ist im Deutschen Kulturrat.