Besinnungsweg

Der befindet sich am östlichen Ortsrand von Oeffingen hinaus zu den Feldern. Der Unternehmer Paul Rothwein (25 Jahre CDU-Stadtrat) hatte gemeinsam mit Oberbürgermeister Friedrich-Wilhelm Kiel (FDP) 1980 die Idee gehabt, epochale Kunstwerke auf die Äcker zu stellen. Alle Objekte wurden bei bedeutenden Weltkünstlerinnen in Auftrag gegeben. Mensch hatte sich Kunstschaffende herausgesucht, die an der Biennale Venedig oder der Documenta Kassel beteiligt waren. Im Falle von Oeffingen kamen fast nur tonnenschwere Plastiken heraus, sehr unterschiedlich in der Gestaltung, aber alle beeindruckend groß und zum Nachdenken anregend. Der gesamte Fußweg von und zu den Skulpturen beträgt 4 Kilometer. Getragen wird das Ganze von einem Förderverein. http://www.besinnungsweg-fellbach.de

zamma

bedeutet auf hochdeutsch zusammen, genau, das ist Schwäbisch. Eine Initiative aus der Diakonie Stetten, früher Anstalt. Dort leben und arbeiten geistig und körperlich Behinderte. Manche sind auch mehrfach beeinträchtigt. Die dritte Gruppe Schwerbehinderter, Menschen mit einer kranken Seele, kommen jedoch nicht dorthin, sondern nach Winnenden oder in das betreute Wohnen. Auch in Stetten werden viele Patientinnen in Außenwohngruppen verlagert.

Drei Sozialpädagoginnen leiten zamma, das zum Ziel hat, Menschen zu Inklusionsbegleiterinnen zu schulen. An der Volkshochschule Unteres Remstal (am Fellbacher Bahnhof) geht das vonstatten, dreimal freitags und samstags, also wie ein klassisches Seminar mit wie hier drei Modulen. Die Teilnehmerinnen sind ein bunter Haufen, alle mit dem Willen, Barrierefreiheit zu ermöglichen. Also Hindernisse aus dem Weg zu räumen um Teilhabe an Freizeit zu ermöglichen.

Kunststückle

Hierbei handelt es sich um ein brachliegendes Stück Acker, das im Besitz vom Pflanzen Kölle und der Gärtnerei Welz ist und dem Kunstverein überlassen wurde, das ist mittlerweile 4 Jahre her. Dort steht ein Bauwagen, eine Bühne, Sitze, Riesige Planen mit Kunswerken von bedeutenden Fellbacher Künstlerinnen. Und der Mount Öschbach, ein Hügel, auf dem in Sand gemeißelte Gesichter dreier Oberbürgermeister und von Birgit Held sind, die bis vor Kurzem Stadtteilleiterin für Schmiden und Oeffingen war und unter anderem auch der Kopf hinter den Weltwochen war. Das Ganze ist dem Mount Rushmore nachempfunden, wo vier Präsidenten der Vereinigten Staaten hineingemeißelt sind und gestaltet von Peter Heindorff. Die neue Saison wurde von einem wunderbaren Folk-Duo eröffnet, eine Delegation aus Suhareke mit Kulturamtsleiterin und vier Künstlern aus dem Fellbach-Haus verbrachte an diesem lauen Frühlingsabend ihren letzten Besuch vor dem Abflug zurück in den Kosovo. Das Grundstück befindet sich an der Stadtbahnlinie U1 zwischen den Haltestellen Esslinger Straße und Schwabenlandhalle, nördlich des Jugendhauses und der Boccia-Bahn.

cosmoacustico

Vor Kurzem spielte dieses Weltmusik-Quartett im Kunstvereinskeller am Rathaus auf. Kopf des Ganzen ist die Inderin Fauzia Maria Beg (Gesang). Ihr Musikgeschmack erstreckt sich weltweit, ein Zubrot verdient sie sich im Klassik-, Jazz- und Weltmusikscheibenhändler Einklang am Charlottenplatz in Stuttgart. Der Perkussionist Martin Romero, eng mit Fellbach verbunden, vertrat den lateinamerikanischen Kontinent als Kolumbianer, er lebt schon lange bei uns und war bei Gründung der Redaktion Jazz funkt im Freien Radio für Stuttgart dabei. Dazu noch Andrej Lebedev an der Gitarre, er ist Russe, was mensch aus der Musik nicht heraushört. Und als vierter Weltbürger spielte noch Andreas Renz aus Tübingen mit. Die Gruppe bot Musiktitel hauptsächlich aus Lateinamerika nach weiblichen Sängerinnen dar. Und das Ganze war also Weltmusik aus den Kolonien. Gleichzeitig tobte in der Musikschule ein Nachwuchskonzert von der Kulturgemeinschaft Fellbach, was wohl die ein oder andere hinderte in den legendären Keller des rührigen Kunstvereins zu gehen.

Offene Bühne

Der überaus rührige Kunstverein, der zwei Orte in Fellbach bespielt, den legendären Kunstvereinskeller beim Rathaus und das Kunststückle beim Kölle, integriert jede Menge lokale Künstlerinnen in seine Arbeit. Gegründet vom verstorbenen und langjährigen Stadtrat (FW/FD) Knut Matzen, leitet nun seine Tochter Tina Matzen die Geschicke als Vorsitzende.

Ein Aushängeschild für junge und alte Nachwuchskünstlerinnen ist die Offene Bühne, die mittlerweile zum 31. Mal stattfand. Der überragende Moderator macht das für umsonst, die auftretenden Künstlerinnen werden angemessen entlohnt. Vom Geigen- und Gitarrenduo, über eine Solokünstlerin wiederum an der Geige, über das Eigengewächs Franzi Doktorin mit eigener Poesie. Nach der Pause boten dann die minderjährigen Blues Boys ihren ersten fulminanten Auftritt, mit Blues-Covern. Zum Schluß dann noch ein schwäbischer Liedermacher an der Gitarre, der eigene Kompositionen darbot (auch auf hochdeutsch) und von allen den sichersten Auftritt bot. Die nächste Offene Bühne ist am 12. Oktober 2023.

Neuer Ortsvorstand der SPD

Letzten Donnerstag haben bei der Jahreshauptversammlung 2023 der Fellbacher SPD 23 Genossinnen einen neuen Vorstand für die Kappelbergstadt gewählt. Neue Vorsitzende sind Jolanda Haßler (Sozialpädagogin und Masterstudentin) und Marco Beckendorf (Student). Julius Walter konnte nicht mehr kandidieren wegen Wegzugs. Also sind nun Jolanda und Marco gefordert. Als Kassierer wurde Hans-Peter Krause (Stadtrat und Rentner) bestätigt. Beisitzer sind nochmals Harald Raß (Regionalrat und Rentner) und Ursula Roth (Rentnerin). Neu dazu gekommen sind Armin Fischer (Künstler und Stadtrat), Sebastian John (Jugendgemeinderat und Abiturient) und Gülden Aysel (Unternehmerin). Langsam geht es in die Zielgerade für die Kommunalwahl 2024. Wenn du für die SPD kandidieren willst: epost oder Anruf genügt. Dann setzen wir uns zusammen.

Waldschlößle

Bald wird das Ausflugslokal am Kappelberg mit einer phantastischen Aussicht tief ins Remstal wiedereröffnet. Das Gebäude lag mehrere Jahre brach und wurde nicht genutzt. Eigentümer war die evangelische Kirche, die das Objekt vor zwei Jahren an die Stadt Fellbach bzw an die feel GmbH verkauft hatte. Zu feel gehören die Schwabenlandhalle, die Alte Kelter, die Schmidener Festhalle und nun auch das Waldschlößle. Das Gebäude beinhaltet zwei Säale, in die 200 Menschen reinpassen, gut geeignet für private Feiern und Hochzeiten. So war es auch vor dem Leerstand. Hier veranstaltete die evangelische Kirche immer das legendäre Waldheim, eine Erholung für Kinder in den Sommerferien (gleichzeitig ist auch das Waldheim der AWO am Naturfreundehaus). Im Erdgeschoß gibt es eine Gastronomie von einem jungen Päarchen mit Hochgenuß und Außenbereich und deutsch-schwäbischer Küche und natürlich Fellbacher Wein. Dazu gehört auch der Waldkindergarten, der vom evangelischen Verein getragen wird.

Kindersportschau

Michael Jackl, Leiter der Kindersportabteilung des TSV Schmiden, hat eingeladen und die Sporthalle 1 war rappelvoll, vor allem mit Eltern und Großeltern. Es wuselten die Jüngsten auf dem Hallenboden, gefolgt von Kindergarten und ABC-Schützinnen. Die Ehrengäste wurden voller Selbstbewußtsein angestrahlt von stolzen Prinzessinnen. Es gab sogar zwei Darbietungen mit rhythmischer Sportgymnastik während in der Nachbarhalle die Mädchen vom Bundesleistungszentrum übten und das am Sonntag.

Ulrich Lenk, Präsident des TSV flocht mich in seiner Rede als Vertreter des Gemeinderats ein, so als ob er nicht Jahrzente dort saß und immer noch sitzt. Zu meiner Rechten saß der erste Vorsitzende des TSV, Jörg Bürkle (ein Nachname von Vielen in Schmiden) und zu meiner Linken eine Rentnerin, die 45 Jahre lang ehrenamtliche Übungsleiterin war. Als einzigste Vergütung gab es das jährliche Weihnachtsessen.

Kommunalakademie

Schon seit langer Zeit veranstaltet die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung sechstägige Seminare für Menschen, die Gemeinderätin werden wollen oder dies schon sind. Ich hatte dies schon einmal vor 9 Jahren in Beutelsbach absolviert. Es hat geklappt, allerdings nicht für die SPD sondern DIE LINKE vor drei Jahren. Veranstaltet und organisiert wird das Ganze von gestandenen Kommunalpolitikerinnen aus Baden-Württemberg.

Jeder Tag beinhaltet zwei Impulsreferate von Professorinnen und Lehrbeauftragten aus der Praxis, nachdem eine Auflockerungspraxis zu Tagesanfang durchgeführt wird. Darauf folgt eine Gruppenübung, um das Wissen zu verarbeiten. Hinzu kommen Kamingespräche. Zuletzt 2022 mit dem unkonventionellen Oberbürgermeister aus Überlingen, dem frisch gewählten Kreisvorsitzenden Rems-Murr Benedikt Paulowitsch, Bürgermeister für Kernen und besonders Evelyn Gebhardt, die knapp 30 Jahre Abgeordnete im europäischen Parlament war. Alles dies natürlich Genossinnen der SPD. Bis auf eine Teilnehmerin der Grünen und einem DER LINKEN waren alle anderen 20 mit SPD-Bezug.

So etwas gibt es weder bei der Heinrich-Böll-Stiftung, noch bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Es waren drei Module jeweils freitags und samstags mit Übernachtung im Erholungsheim in Herrenberg-Gültstein und leckerem Essen, alles zusammen für nur 150 Euro. Dieses Geld ist bestens investiert. Und die ganze Sache macht einen Riesenspaß. Unter die Gesellschaft der Teilnehmenden gesellte sich auch Holger Niederberger, neuer Bürgermeister von Berglen, den ich bald in seinem Rathaus in Oppelsbohm besuchen werde.