Kosovo-Pakt

Wir waren neulich fünf Künstlerinnen aus Fellbach über den Kunstverein zu Besuch in Suhareke. Um das berühmte Fellbach-Haus dort bei uns bekannter zu machen, haben wir, angestoßen von Gerlinde einen Pakt geschlossen. Wir wollen eine Reisegruppe aus der Kappelbergstadt während des Festari im September 2024 in den Kosovo schicken und von der befreundeten Stadt Suhareke aus Ausflüge machen.

Unter dem Motto „das Fellbach-Haus: ein Leuchtturm in der Welt“ wollen wir darstellen, welche bedeutenden Persönlichkeiten dieses Kulturzentrum hervorgebracht hat. Die Städte Fellbach und Suhareke können stolz darauf sein, was hier mit bescheidenen Mitteln in den letzten 20 Jahren nach dem Krieg geleistet wurde. Beispielhaft seien hier Marion Maiwald, Mejtim Bytyqi, Refki Gollopeni und Fadil Hamzaj genannt.

Wir, das sind Peter, Gerlinde, Hannelore, Helmut und ich, wollen im kommenden März eine Informationsveranstaltung im Rathaus-Foyer durchführen mit Essen und Diaprojektionen. Damit werden wir unsere große Reise bewerben. Wenn dich das interessiert, kannst du natürlich jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen https://www.kunstverein-fellbach.de/

Im Kosovo leben 2 Millionen Menschen. Die Hälfte davon arbeitet im Ausland, viele in Deutschland und der Schweiz. Die Kosovaren sind sehr gastfreundliche und fleißige Menschen. Und der Überfall auf die eigene Provinz durch die Serben wurde mit der Bombardierung Belgrads durch die NATO beendet. Seither sorgen die KFOR-Truppen für Ruhe. Der letzte Vorfall in Mitrovica wurde weltweit hochgekocht, ein kosovarischer Polizist und drei serbische Söldner kamen ums Leben. Ansonsten sind die Kriegsspuren allesamt beseitigt, damals waren alle Häuser zerstört und die Menschen flüchteten sich in die Berge.

Odenwald-Reise

Die Kulturgemeinschaft Fellbach hatte gerufen und es fuhr ein voller Reisebus an einem lauen Frühlingswochenende 2023 in den Odenwald . Kai Müller (KulTour Schmiden, MB Touristik und Chorleiter) hatte die Reise toll durchgeplant. Reiseführer war der Sozialpädagoge und Oberfeldwebel Adolf Ries (Eltern-Kolleg). Ihm zur Seite stand der Deutsch-Lehrer Heinrich Neureuther. Dieser stammt aus dem Odenwald. Es gab mehrere Stadtführungen und eine Führung durch das Elfenbeinmuseum in Eberbach und das Kloster Amorbach. Wir haben in Michelstadt übernachtet und erfuhren in einer Abendwanderung, daß das Rathaus in der deutschen Stadt Blumenau in Brasilien nachgebaut wurde. Zusätzlich wurden wir über die Entstehung vieler Sprichwörter aufgeklärt. Verschiedene Städte sind vom Hochwasser geplagt und überall sind Fachwerkhäuser.

Die Reisenden waren allesamt im Ruhestand, ich war der einzige, der noch arbeitet. Und niemand hat geraucht und herumgeschrien. Die Ausfahrt 2024 wird drei Werktage dauern. Wohin ist noch offen.