20 Jahre Eisele-Stiftung

Im Hesse-Saal der Schwabenlandhalle feierte die Stadt Fellbach mit Oberbürgermeisterin Gabriele Zull das Jubiläum dieser in der Stadt gegründeten Stiftung, die sich der Nachwuchsarbeit verschreibt. Stipendien in Mathematik und Physik und vieles mehr stemmt diese Einrichtung mit Frau Zull an der Spitze. Zum Beispiel geht daraus auch der Peter-Hauser-Preis hervor. Dieser wird alljährlich beim Festival Bunte Bühne verliehen. Dies ist ein internationales Jugendtheaterfestivel angedockt an das Theater im Polygon im Jugendhaus.

Moderiert wurde die Matinee von Nicole Köster. Die Moderatorin von SWR 1-Leute hatte sich bestens vorbereitet und sie kam mit der Stadtbahn! Musikalisch umrahmt war das Ganze von Zweierpasch, einer deutschen HipHop-Formation um Zwillinge herum. Diese reimen auch auf Französisch. Genau, denn die deutsch-französische Freundschaft war auch dem Ehepaar Eisele sehr wichtig.

Städtepartnerschaftsverein (SPV)

Fellbach hat ja bekanntlich fünf Partnerstädte: Tain l’Hermitage und Tournon-sur-Rhone, die gegenüber am Rhoneufer liegen (Frankreich), Erba (Italien), Pecs (Ungarn) und Meißen (Sachsen). Suhareke (Kosovo) ist dafür in der Warteschleife und freundschaftlich verbunden. Nun gibt es eine Rathaus-Mitarbeiterin, Fenna Nacke, die sich ausschließlich um die Partnerschaften kümmert. Und der SPV, der sehr rührig ist. Beim Fellbacher Herbst sind immer Delegationen aus diesen Städten zu Besuch.

Zum Beispiel organisierte der SPV zwei Führungen durch die aktuelle Amadeo Modigliani-Ausstellung in der Staatsgalerie. Der Mann ist jung gestorben und hat auch nicht allzuviel gemalt. Und die Preise seiner Bilder steigen mittlerweile ins Unermeßliche. Die Präsentation wird ergänzt durch Kirchner, Picasso, Modersohn-Becker, Klimt und weitere Zeitgenossen. Allein das lohnt den Gang in Baden-Württembergs wichtigste Galerie. Aber Achtung: der Andrang der Besucherinnen ist groß, also am Besten gleich nach Öffnung rein gehen (10 Uhr).

Wohnturm

Es ist Zeit, einmal auch an dieser Stelle das größte Ärgernis in Fellbach zu würdigen. Der insolvente Investor Warbanoff aus Esslingen hat sich mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Chistoph Palm (CDU) zusammengesetzt und die Idee für den Turm geboren. Mittlerweile hat der Rohbau den dritten Besitzer und steht unfertig seit 8 Jahren in der Landschaft. Das Ganze ist 107 Meter hoch und wäre der dritthöchste Wohnturm in Baden-Württemberg, wenn er fertig wäre. Mittlerweile heißt das Ding Schwabenlandturm, benannt nach der Schwabenlandhalle, die auch in Fellbach steht, allerdings keine negativen Schlagzeilen verursacht. Nun gut, wenn mensch erzählt, er wäre aus Fellbach, fällt den Leuten als Erstes der Wohnturm ein. Und das Gebäude abzutragen würde wohl auch eine Million Euro kosten. Wer soll das finanzieren? Die Stadt jedenfalls nicht.