Neujahrsempfang

Die Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hatte geladen und der Hölderlinsaal in der Schwabenlandhalle war voll. Wie jedes Jahr wurden hier auch verdiente Bürgerinnen geehrt (mit der Ehrenplakette). Es ist schon erstaunlich, was einzelne Ehrenamtliche so alles leisten. Eröffnet und abgeschlossen wurde das Ganze mit einem Tenor, der in Fellbach aufgewachsen ist und einem Musikprofessor aus Fellbach, der am Klavier begleitete. Zuerst wurden die Gäste mit Franz Schubert eingestimmt, zum Schluß gab es zwei Schlager aus den 1920ern. Als weiteren Höhepunkt konnte mensch die frisch gebackene mehrfache Weltmeisterin in der rhythmischen Sportgymnastik bewundern, sie ist aus Rußland und beim Leistungszentrum des TSV Schmiden angesiedelt. Umrankt von üppigem Blumenschmuck hielt Frau Zull eine flammende Rede, auch gegen Faschismus. Sie erklärte erstmals offiziell, daß sie im September wieder kandidiert zur Oberbürgermeisterin. Die Schnittmengen zwischen ihr und der SPD sind im Übrigen recht groß, sie ist ja parteilos.

SPD-Listen

Es ist vollbracht, wir haben heute die Gemeinderatsliste und Kreistagsliste für die SPD Fellbach demokratisch gewählt. Zum Gemeinderat treten 31 Personen an, die ersten Ränge haben gute Chancen, das heißbegehrte Stadtrats-Mandat zu erobern. Hier die vorderen 14 Plätze:

1 Andreas Möhlmann

2 Ruth Lemaire

3 Hans-Peter Krause

4 Gökay Sofuoglu

5 Sarah Maurer

6 Armin Fischer

7 Ursula Roth

8 Stephan Dieck

9 Jolanda Haßler

10 Hidir Korkut

11 Christa Kelle

12 Gerald Wassum

13 Ignazia Scoma

14 Thomas Walter

Und hier die ersten 4 Plätze für den Kreistag Rems-Murr:

1 Doktor Matthias Zuchowski

2 Jolanda Haßler

3 Sebastian Bürkle

4 Armin Fischer

Gewählt wurden letztes Mal fünf in den Gemeinderat und eine in den Kreistag. Die Wahlen finden statt am Sonntag, dem 9. Juni von 8 bis 18 Uhr. Gülten Aysel mußte aufgrund widriger Umstände ihre Kandidaturen zurückziehen.

Neues Jahr, neues Glück

Nun befinden wir uns also im Jahre 2024. Jede wünscht sich Frieden, nicht nur in Europa, sondern auf dem ganzen Planeten. Es gibt Staaten, in denen die Silvester-Böllerei verboten ist. Nicht bei uns. Bundesweit gab es dadurch mehrere Tote. Ganz abgesehen von der Luftverpestung, dem Lärm und dem Müll, der rücksichtslos liegengelassen wird. Die Tiere und Pflanzen leiden enorm. Ich habe den Jahreswechsel ohne Alkohol und ohne Böller verbracht, das geht!

Das neue Jahr bringt viel Spannung für Fellbach mit sich: Neuwahl der Baubürgermeisterin, Wahl des Gemeinderats, Kreistags und der Regionalversammlung und Neuwahl der Oberbürgermeisterin. Da kann keine behaupten, wir hätten zu wenig Demokratie. Am 27. Januar 2024 ist übrigens der erste Wahlstand der SPD zum Thema Windenergie, der Ort wird noch bekanntgegeben.

75 Jahre Fellbacher Zeitung

Neulich beging das Kappelberg-Blatt sein Jubiläum. Am Wochenende hatten sie eine Beilage mit seltsamen Anzeigen und Texten von der Zentralredaktion und nicht aus Fellbach. Beim Empfang vor einer besonderen Gruppe mit einigen Gemeinderätinnen in der Redaktiosstube gab Chefrdakteur Sascha Schmierer nochmals die Entstehungsgeschichte wieder, die bereits gedruckt war. Und der Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten, der die SWMH vertrat (Südwestdeutsche Medienholding) ergänzte launisch.

In der Beilage bekam Julian Deifel zwei Seiten. Er ist Einzelhandelskoordinator beim Rathaus, Waldheimleiter, CDU-Kandidat, evangelischer Kirchengemeinderat, Sänger des Fellbach-Lieds und jetzt Bezirksvorsteher in Stammheim. Von ihm stammt der Corona-Spuch „Fellbach hält zusammen“. Oberbürgermeisterin Gabriele Zull (parteilos) hingegen bekam nur eine Viertelseite, obwohl sie die Remstal-Gartenschau, Corona, die 900 Jahr-Feier und den Ukraine-Krieg und vieles mehr mit großem Erfolg gemeistert hat.

Nach Alkohol und Schnittchen stob die illustre Schar aus Repräsentantinnen der Stadt auseinander in den Winter-Regen. Im Übrigen folgt die Zeitung dem Trend weg vom gedruckten Produkt hinein ins Netz. Es ist zu hoffen, daß wir auf Dauer damit beim Geflimmer-Lesen nicht unsere Gesundheit ruinieren.

Der Wahlkampf hat begonnen

Was? Die Gemeinderatswahl ist doch erst am 9. Juni 2024! Die Stadtmacher, eine gewichtige Abspaltung der CDU, haben in der Stadt Holzständer mit draufgekleisterten Plakaten aufgestellt. Sie bewerben eine Glühwein-Zeremonie in Oeffingen. Die SPD hat sich jetzt schon zweimal getroffen, um den Wahlkampf zu besprechen. Heute wurde das Kommunalwahlprogramm diskutiert. Die Findungskommission fragt schon seit Monaten potentielle Kandidierende an für die 32 Plätze auf der sozialdemokratischen Liste. Wenn auch du dich berufen fühlst, eine Partei im Gemeinderat zu vertreten, es gibt noch bei allen wohl 6 Listen freie Plätze. Einfach direkt bei den Parteien oder Gruppen anfragen. Das dürfte keine allzu große Schwierigkeit sein. Nur die finanzielle Entschädigung ist eher bescheiden. Es ist halt ein Ehrenamt. Allerdings, das Sinn und Spaß macht.

Kultur

Fellbach hat eine einzigartige, wunderbare, vielfältige Kulturlandschaft. Abgesehen vom Wein möchte ich an erster Stelle das Kulturamt von Maja Heidenreich erwähnen mit Stadtmuseum (Ursula Teutrine), Galerie der Stadt (Doktor Heribert Sautter) und zahlreichen Theatergastspielen in der Schwabenlandhalle. Hinzu kommen viele weitere Angebote und die alle drei Jahre wechselnde Triennale Kleinplastik, der Mörike-Preis und Europäische Kultursommer. Die Kulturgemeinschaft unter Führung von Christa Linsenmaier-Wolf legt auch auf allen Kulturgebieten einiges nach. Der Kunstverein glänzt mit seinen Künstlerinnen unter Tina Matsen mit Kunststückle und eigenem Keller. Bernd Kuhn leitet das Kunstwerk, der Ateliergemeinschaft mit seiner speziellen Galerie. In Oeffingen angesiedelt ist der Besinnungsweg mit epochalen tonnenschweren Kunstwerken geschaffen von kreativen Menschen mit Weltrang (geleitet von Paul Rothwein). Und in Schmiden haben wir die Kultour unter Pianist Kai Müller, hier wird der Hauptstrom bedient. Dann gibt es noch die Musikschule unter Matthias Kuch, die Stadtkapelle mit Florian Ladenburger und zahlreiche weitere Musikgruppen und viele Chöre. Und es gibt noch viel, viel mehr in der Kappelbergstadt. Alle Menschen, die hier leben und nicht genannt wurden, sind genauso wichtig wie die Vorsitzenden.

Die wenig beschwingenden Zahlen zum Fellbacher Haushalt 2024 sind nun öffentlich. Es soll keinen finanziellen Kahlschlag bei der Kultur in der Stadt geben. Die SPD wird dies zu verhindern wissen. Drei Jahre Schweiß floß in die neue Vereinsförderrichtlinie um die unterschiedlichen Vereine einigermaßen gerecht von der Stadt aus mit zu finanzieren. Nicht nur der Hochleistungs- sondern auch der Breitensport muß ohne Einbußen gefördert werden. Die SPD setzt sich für die Wirtschaft, Religionen, Soziales, Ökologie und nicht zuletzt die Kultur ein. Letztere hat es recht schwer, da sie nur mit staatlichen und privaten Zuschüssen handlungsfähig ist. Und sie ist ein wichtiger Standortfaktor für Arbeitsplätze. Ohne sie sähe es düster aus. Nein, hier wird gesungen, musiziert, gelacht, gemalt, gemeißelt, gedreht, inszeniert, rezitiert, geschrieben. Angesichts der Flaute auf dem Baumarkt und der damit verbundenen Wohnungsnot ist es dringend geboten, die Pflanze Kultur nicht umzumähen. Unsere vielen tollen Vereine zusammen erhöhen die Lebensqualität als Alternative zur Glotze, die zugegebenermaßen Sender wie arte, 3sat und Phoenix hervorgebracht hat.