{"id":551,"date":"2020-12-20T17:00:39","date_gmt":"2020-12-20T16:00:39","guid":{"rendered":"http:\/\/xn--rotrosagrn-ieb.de\/?p=551"},"modified":"2020-12-21T14:07:52","modified_gmt":"2020-12-21T13:07:52","slug":"zu-fuss-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xn--rotrosagrn-ieb.de\/?p=551","title":{"rendered":"zu Fu\u00df gehen"},"content":{"rendered":"<div>Antrag 1\/2020<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Zielbeschluss: Internationale Charta f\u00fcr das Gehen bis 2030 umsetzen<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Ich beantrage, der Gemeinderat m\u00f6ge folgende Antragspunkte beschliessen:<\/div>\n<div>1. Die Oberb\u00fcrgermeisterin unterzeichnet die Internationale Charta f\u00fcr das Gehen (<a href=\"https:\/\/deref-web.de\/mail\/client\/fWRggnyQoOA\/dereferrer\/?redirectUrl=http%3A%2F%2Fwww.walk21.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.walk21.com<\/a>).<br \/>\n2. Diese Charta wird bis zum Jahre 2030 vollst\u00e4ndig umgesetzt.<br \/>\n3. Dazu erarbeitet die Verwaltung einen Vorschlag, wie gew\u00e4hrleistet wird, dass alle Beschlussvorlagen mit Massnahmen zur Infrastruktur f\u00fcr Fusswege und Zu-Fuss-Gehende mit den Vorgaben der Charta kompatibel sind.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Dies bedeutet konkret laut dem Text der Internationalen Charta f\u00fcr das Gehen:<br \/>\n&#8211; Schaffen von sauberen, gut beleuchteten Strassen und Fusswegen, frei von Hindernissen, breit genug f\u00fcr ihre h\u00f6chste Inanspruchnahme und ausgestattet mit gen\u00fcgend Gelegenheiten, die Strassen sicher und direkt zu \u00fcberqueren, ohne H\u00f6henunterschiede und Umwege<br \/>\n\u2022 Zu Fuss gehende Menschen zum Ausgangspunkt der Stadtplanung zu machen<br \/>\n\u2022 Verringern der Gefahr, die Fahrzeuge f\u00fcr Fussg\u00e4nger*innen darstellen, indem der motorisierte Verkehr in einer Weise neu organisiert wird, die Fussg\u00e4nger*innen nicht ausgrenzt und ihre Bewegungsfreiheit nicht einschr\u00e4nkt (beispielsweise durch Einf\u00fchrung geringerer Geschwindigkeiten).<br \/>\n\u2022 Einrichtung einer Fussg\u00e4ngerzone am Rathauscarr\u00e9e mindestens auf den bereits aufgepflasterten Stellen, so wie in Waiblingen und Bad Cannstatt.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Begr\u00fcndung:<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>Strassen sollen f\u00fcr Menschen und nicht nur f\u00fcr Autos entworfen werden, aus der Erkenntnis heraus, dass Strassen sowohl ein Sozial- als auch ein Verkehrsraum sind und deshalb eine soziale Gestaltung ebenso ben\u00f6tigen wie verkehrstechnische Regelungen. Dies kann den R\u00fcckbau von Strassenfl\u00e4chen und Parkierungsfl\u00e4chen bedeuten, die Einf\u00fchrung von Gebieten, in denen Fussg\u00e4nger*innen Vortritt haben und die Schaffung von autofreien Bereichen, an denen sich alle erfreuen k\u00f6nnen, und die die soziale Interaktion, Spiel und Erholung sowohl f\u00fcr Erwachsene als auch f\u00fcr Kinder beg\u00fcnstigen. Schaffen von sauberen, gut beleuchteten Strassen und Fusswegen, frei von Hindernissen, breit genug f\u00fcr ihre h\u00f6chste Inanspruchnahme und ausgestattet mit gen\u00fcgend Gelegenheiten, die Strassen sicher und direkt zu \u00fcberqueren, ohne H\u00f6henunterschiede und Umwege.<\/div>\n<div>\n<p>Ebenso wird die Stadt bis zum Jahr 2030 sicherstellen, dass Sitzgelegenheiten, Toiletten und Trinkbrunnen sowie schattenspendende R\u00e4ume in Anzahl und Lage den Bed\u00fcrfnissen aller Nutzer*innen entsprechen.<\/p>\n<p>Zudem ist das Ber\u00fccksichtigen der klimatischen Einfl\u00fcsse durch angemessene Gestaltung und Bepflanzung z.B. als Schutz vor Regen, B\u00e4umen als Schattenspender aufgef\u00fchrt. Ferner verlange ich Schaffung von Voraussetzungen f\u00fcr autounabh\u00e4ngige Lebensstile, z.B. indem die Zersiedelung reduziert wird, R\u00fcckgabe von Strassenfl\u00e4chen an Fussg\u00e4nger*innen und Schliessen von L\u00fccken in bestehenden Wegeverl\u00e4ufen zur Bildung eines Hauptwegenetzes.<br \/>\nIn der Verkehrspolitik wird die Stadt Fellbach auf eine grunds\u00e4tzlich andere Herangehensweise verpflichtet:<br \/>\nBevorzugen der Langsamverkehrsarten, wie Gehen und Fahrradfahren gegen\u00fcber schnellen Verkehrsarten, dem Nahverkehr Vorrang geben gegen\u00fcber dem Fernverkehr, z.B. in der Schorndorfer-\/Stuttgarter Strasse.<\/p>\n<p>Zudem Verringern der Gefahr, die Fahrzeuge f\u00fcr Fussg\u00e4nger*innen darstellen, indem der motorisierte Verkehr in einer Weise neu organisiert wird, die Fussg\u00e4nger*innen nicht ausgrenzt und ihre Bewegungsfreiheit nicht einschr\u00e4nkt (beispielsweise durch Einf\u00fchrung geringerer Geschwindigkeiten), Verringern der Auswirkungen von stark befahrenen Strassen, indem gen\u00fcgend sichere Querungsstellen eingerichtet werden, bei denen minimale Wartezeiten und gen\u00fcgend Zeit zum \u00dcberqueren auch f\u00fcr die langsamsten Fussg\u00e4nger*innen gew\u00e4hrleistet sind.<\/p>\n<\/div>\n<div>Antwort aus dem Rathaus:<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Die Stadt Fellbach unternimmt bereits gro\u00dfe Anstrengungen, um die Situation von Fu\u00dfg\u00e4ngern aktiv zu verbessern und Barrierefreiheit zu realisieren \u2013davon zeugen auch die letzten und aktuell in der Planung befindlichen Bauma\u00dfnahmen (Verkehrsberuhigung Mitte Schmiden, W\u00fcst-Areal, Rathauscarr\u00e9e usw.). Der Mehrwert der Unterzeichnung der Internationalen Charta f\u00fcr das Gehen erschlie\u00dft sich daher nicht, zumal dieser Schritt einen vergleichsweise hohen b\u00fcrokratischen Mehraufwand nach sich zieht. Die angef\u00fchrte Zielsetzung ist Grundlage f\u00fcr jegliches planerisches Handeln der Stadtverwaltung und wird bereits umgesetzt. Es ist aber gleicherma\u00dfen klar, dass oft nicht alle Bed\u00fcrfnisse aller Verkehrsteilnehmer gleicherma\u00dfen erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen und daher gute Kompromissl\u00f6sungen gefunden werden m\u00fcssen. Stadtplanung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie alle Anspr\u00fcche an den Raum gleichwertig untereinander und gegeneinander abw\u00e4gt. Eine Bevorzugung einer Interessens-bzw. Nutzergruppe kann daher nicht erfolgen.<\/div>\n<div>\n<div><\/div>\n<div class=\"canvasWrapper\">Gefahrenreduzierung f\u00fcr Verkehrsteilnehmer ist ebenfalls bereits Grundlage jeglichen Handelns der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung geht mit ihren derzeitigen Projekten die Neuorganisation des Stra\u00dfenraumsunter gerechter Abw\u00e4gung aller Interessen aktiv an und wird dies auch so fortf\u00fchren. Die Einf\u00fchrung einer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone wird als nicht sinnvoll erachtet, da die Gesch\u00e4fte insbes. auch von der Anfahrbarkeit leben. In Corona-Zeiten kommt diesem Aspekt sogar besondere Bedeutung zu. Au\u00dferdem m\u00fcsste das Verkehrssystem komplett neu geordnet werden, da durch eine Fu\u00dfg\u00e4ngerzone die f\u00fcr Durchgangs-und Erschlie\u00dfungsverkehr relevanten Stra\u00dfen im Ober-dorf gesperrt w\u00fcrden<\/div>\n<\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antrag 1\/2020 Zielbeschluss: Internationale Charta f\u00fcr das Gehen bis 2030 umsetzen Ich beantrage, der Gemeinderat m\u00f6ge folgende Antragspunkte beschliessen: 1. Die Oberb\u00fcrgermeisterin unterzeichnet die Internationale Charta f\u00fcr das Gehen (www.walk21.com). 2. 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