Nord-Ost-Ring

Der Kreisvorstand Rems-Murr DER LINKEN lehnt sowohl eine überirdische Nord-Ost-Autobahn als auch eine Untertunnelung derer (Idee von Rüdiger Stihl) entschieden ab. “Die Firma Stihl ist auch ohne Nord-Ost-Ring und damit ohne Autobahn zum Weltmarktführer bei Motorsägen geworden,” meint Armin Fischer, Fellbacher Stadtrat und Kreisvorstand.

“Ich bin nicht überzeugt”, würde ein Oeffinger Außenminister sagen, der fast alle Linken aus seiner Partei geekelt hat. Nur nicht Winfried Hermann, der als Landesverkehrsminister auch komplett gegen den Nord-Ost-Ring ist. Er hat im Netz 10,5 Stunden Fernsehen gespielt und Frank Plasberg nachgeeifert (Hart aber fair, ARD). Das Ergebnis des ganzen Spektakels: auch der Nord-Ost-Ring wird zu laufen, wie es jetzt bereits häufig beim Kappelbergtunnel (B 14) der Fall ist.

Die Argumente gegen den Straßenbau-Wahn: der Tunnel wird doppelt so teuer wie die oberirdische vierspurige Trasse und wird komplett vom Steuerzahler finanziert und nicht von den Firmen, die die Straßen mittlerweile als Lager benutzen. Der Naherholungsfaktor dieser Grüngebiete wird zerstört und viele Freizeitmenschen ihrer Erholung beraubt. Es wird mehr Verkehr erzeugt (“Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten,” so Armin Fischer). Und europaweit beste Ackerböden werden zerstört. Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere verschwinden.

Fahrrad-Fahrt entlang der Nord-Ost-Autobahn

(bki) Am Sonntag 04.08.2019 organisierte der Cannstatter Ortsverband eine Info-Radtour entlang des geplanten Nordostrings. Die Regionalversammlung hatte ihn zuvor mit “höchster Dringlichkeit” in den Regionalverkehrsplan aufgenommen. Dagegen ist nicht nur die regionale sondern auch die örtliche LINKE, die ebenfalls zur Teilnahme aufgerufen hatte. Bei nahezu idealem Wetter radelten etwa 30 Interessierte bis zur Vereinsgaststätte des TSV Zazenhausen mit.

Joseph Michl von der Arge Nord-Ost erklärte an mehreren Haltepunkten die nachteiligen Auswirkungen des Nordostrings: Es würden nicht nur wertvollste und unersetzliche Ackerböden versiegelt, ein wichtiges Naherholungsgebiet zerschnitten und verlärmt, sondern auch eine weitere verkehrspolitische Fehlentscheidung für eine Art Ringautobahn rund um Stuttgart getroffen.

Auf der Tour wurde auch der neuliche Vorstoß von Landesverkehrsminister Winfried Hermann für einen Nordostring-Faktencheck diskutiert. Ursel Beck, cannstatter Sprecherin, sieht dabei die Gefahr, dass der Bund als Bauherr die relevanten Fakten bestimmt und wie bei S 21 verdreht. Die Arge Nord-Ost besitzt immerhin einige Grünflächen auf dem vorgesehenen Gelände des Nordostrings und wird sich dem Strassenbau energisch widersetzen.

Alle Radler/innen waren sich einig: Der Nordostring muss verhindert werden!